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Die Ausgesperrten

Der Verband Filmregie Österreich sowie Film Austria und AAFP fordern die Bundesregierung und Staatssekretärin Ulrike Lunacek dringend zum Dialog auf.
© Pixabay

Seit der Schließung der Kinos fand mit den Betreibern kein Dialog statt

Der Verband Filmregie Österreich sowie die Produzentenverbände Film Austria und AAFP fordern die Bundesregierung und Staatssekretärin Ulrike Lunacek dringend zum Dialog auf, um überlebensnotwendige Maßnahmen und die drohenden schwerwiegenden Konsequenzen des verordneten Lockdowns für ihre Branche zu besprechen.
Die Pressekonferenz von Ulrike Lunacek, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, vergangene Woche habe die Filmbranche rat- und perspektivenlos zurückgelassen. Anders als für den Theater- und Opernbereich, für deren Probenarbeiten konkrete Voraussetzungen und Bedingungen geäußert wurden, gab und gibt es vonseiten der Politik für den österreichischen Film bisher keinerlei konkrete Pläne, wie, unter welchen Bedingungen und wann man das heimische Filmschaffen wieder anwerfen und lange geplante, verschobene bzw. unterbrochene Filme wird drehen können.
Dass man angeblich mit der Filmbranche im Kontakt sei, können die Vertreter der genannten Verbände nicht bestätigen. Mit ihnen sei seit der Schließung der Kinos weder gesprochen noch ein Dialog gesucht worden. Ratschläge wie in der Pressekonferenz von Seiten der Staatssekretärin letzte Woche geäußert, würden in diesem Zusammenhang leider äußerst weltfremd anmuten und würden nicht der Arbeitsrealität von Filmschaffenden in Österreich entsprechen. Film- und Dreharbeiten brauchen, so der Verband Filmregie Österreich, eine langfristige Planungssicherheit und sind daher auf Perspektiven angewiesen, die nur über einen ernsthaften Dialog zwischen Politik und den betroffenen Experten erarbeitet werden können.

Härtefonds sind zweifelsohne ein wichtiges Instrument zur kurzfristigen Linderung finanzieller Engpässe. Sie können aber nichts retten, wenn die Aktivitäten einer ganzen Branche auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Verband Filmregie Österreich, Film Austria und AAFP fordern Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek daher dringend auf, so rasch wie möglich, mit den wesentlichen Vertretern der Filmbranche in Austausch zu treten und einen runden Tisch mit den Experten aus den Verbänden der Branche zu veranstalten, um gangbare Pläne fassen zu können. Es gilt, ein Desaster von unserer Branche abzuwenden, von dem man sich jahrelang nicht mehr erholen würde.

 

APA/red

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