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Deutscher Medienpreis für Abdul-Rahman Al-Zbib

Jemenitischer Kolumnist und Anwalt sieht sich als unabhängiger Journalist, der sich als Stimme der Menschen für Grundrechte einsetzt.
© obs/Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Abdul-Rahman Al-Zbib nimmt eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Medien und Nichtregierungsorganisationen ein

Der jemenitische Kolumnist und Menschenrechtsanwalt Abdul-Rahman Al-Zbib erhält heuer den Raif Badawi Award für herausragende, mutige Journalisten. Die Auszeichnung der deutschen Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels wird am kommenden Mittwoch (14. Oktober) verliehen. Zbib sehe sich selbst als eine Stimme der Menschen, die für Menschenrechte eintritt, hieß es in der Begründung der Jury.

Preis wird virtuell vergeben

Wegen der Corona-Pandemie kann der nicht dotierte Preis heuer nicht wie üblich auf der Frankfurter Buchmesse, sondern nur virtuell vergeben werden. Die Laudatio hält die UNO-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche und willkürliche Erschießungen, Agnes Callamard.

Zbib halte die Unabhängigkeit des Journalismus hoch. In seinen Kolumnen greife der 39-Jährige gesellschaftliche Themen auf und initiiere als Jurist gesetzliche Änderungen. Trotz Armut und Krieg habe der Jemen eine erstaunlich vitale Zivilgesellschaft. „Darin nimmt Abdul-Rahman Al-Zbib eine sehr wichtige Scharnierfunktion zwischen Medien und Nichtregierungsorganisationen ein“, so die Jury laut einem Sprecher der Naumann-Stiftung am Freitag

Der Journalistenpreis ist nach dem inhaftierten saudischen Blogger Raif Badawi benannt, der wegen seiner islamkritischen Texte zu 1.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Haft verurteilt wurde.

APA/dpa

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