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Deutsche TV-Sender kooperieren mit Amazon

Auch ORF testet Audiodeskription mit synthetisch generierten Stimmen.
© ORF/APA

Die deutschen Sender ARD, ZDF und Arte arbeiten mit Amazon zusammen, um Hörfilme für Blinde und Sehgeschädigte mit der Sprachassistentin Alexa abrufen und steuern zu lassen. Hörfilme sind mit einer Audiodeskription versehen, die mit Worten zentrale Elemente der Handlung sowie zum Beispiel Mimik und Dekor umschreibt.

Mit der neuen Funktion lassen sich solche Sendungen aus Mediatheken und dem Liveprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender per Sprache unter anderem auf Amazons Echo-Lautsprechern und Fire-TV-Boxen bedienen. Die Alexa-Fähigkeit dockt an die Plattform Hörfilm.info des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) an. Aktuell sind gut 3.900 verschiedene Inhalte verfügbar.

Im ORF gibt es derzeit keine Kooperation mit Amazon, heißt es auf APA-Anfrage seitens des ORF. Jedoch seien Testläufe für einen „konsequenten, weiteren Ausbau der Audiodeskription durch den Einsatz synthetisch generierter Stimmen“ im Gange.

Als Pilotprojekt wurde im Vorjahr beim „Universum“-Zweiteiler „Wildes Griechenland“ erstmals die akustische Bildbeschreibung durch den Einsatz von synthAD generiert. Dabei wird der Audiokommentar nicht mehr durch einen Sprecher eingesprochen, sondern mittels synthetisch erzeugter Stimmen auf der zweiten Tonspur eingespielt.

Die zweite Tonspur mit Audiokommentaren für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen ist über die Fernbedienung abrufbar.

 

APA/Red.

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