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Dating-Apps von Sexualstraftäter bevorzugt

Daten von 2.000 Opfern werden geprüft

Nach den Analysen von Wissenschaftlern der Brigham Young University kamen erschreckende Ergebnisse zum Vorschein. Eine außergewöhnlich besorgniserregende Zahl an Sexualstraftätern bevorzugen diverse Dating-Apps als Auswahl ihrer Opfer. Laut Untersuchungen der Forscher gingen 14 Prozent der Übergriffe der Opfersuche in die Falle.

In diesen Fällen geschah die Straftat nach einem Treffen über eine Dating-App. 14 Prozent von 2000 Angriffen zwischen 2017 und 2020 klingt nicht so viel, aber diese Zahl kann steigen. Wenn man bedenkt, wie schlau die Täter die Opfersuche anstreben und in die Tat umsetzen, so klingt diese Zahl immer gefährlicher.  Weitere Details zu den Untersuchungen wurden im „Journal of Interpersonal Violence“ veröffentlicht.

Übergriffe mit Gewalteinsatz

Die Expertin Julie Valentine ist BYU-Forscherin und betont, dass vor allem die Übergriffe der Taten immer gewalttätiger werden. Die Opfer können in Folge schwere psychische Krankheiten erleiden, die in seltenen Fällen womöglich auch prägende Erlebnisse sein können.

In einem weiteren Statement verwendet sie die Worte: „Diese Menschen können anfälliger für Schmeicheleien sein und sich leichter zu einem persönlichen Treffen überreden lassen“.  In einer Dating-App ist leider alles möglich. Man kann sein, wer man will. Sogar das Geschlecht und das Alter kann selbst eingestellt werden, wodurch man sich immer sympathischer für die Zielgruppe darstellen kann.

„Früher trafen sich die Leute bei gemeinsamen Freunden, bei der Arbeit oder in der Schule, und es gab ein gewisses Maß an Überprüfung, das vor einem Date stattfand. Dating-Apps haben den Prozess komplett weggenommen“, sagt Valentine. Das sei der Grund, warum immer häufiger die jungen Studenten besonders häufig den Tätern ins Auge fallen und angeschrieben werden. Viele Experten sind auch der Meinung, dass die momentanen Sicherheitsmaßnahmen und Datenschutzrichtlinien nicht ausreichend sind.

Mehr Schutz und Sicherheit im Internet

Nun wurde aufgrund dieser Vorkommnisse und Kritiken ein Gesetzesentwurf unter dem Namen „Online Dating Safety Requirements“ ausgearbeitet. Begonnen wurde dieser von Studienautoren in Verbindung mit Dating-Apps und deren Gesetzesgebern. Valentine und ihre Kollegen erwarten von den anderen Bundesstaaten der USA, dass sie dem Vorhaben nachziehen und dasselbe durchsetzen. Innerhalb der Dating-Apps muss unbedingt mehr Schutz und Sicherheit geboten werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll ihrer Meinung nach künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Es soll geprüft werden, ob die Person, die sich hinter dem Profil versteckt auch wirklich die Person ist, die bei einem Treffen dann vor dir steht.

Trotz der bestehenden Gefahr, will die Expertin nicht, dass die Menschen die Finger vom Online-Dasing lassen. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger Leute kennenzulernen, weswegen diese Apps sehr hilfreich sind. Valentine möchte nur, dass sie mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen.

PTE/Red.

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