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Datenschutz: Google führt „Alles ablehnen“-Button ein

In Zukunft kann man nervige Cookie-Banner auch mit einem Klick entfernen, ohne der Weitergabe seiner Daten zustimmen zu müssen
©unsplash

Viele klicken auf „zustimmen“, damit der Banner möglichst schnell verschwindet

Wer heutzutage im Netz surft, kommt kaum noch an ihnen vorbei: Die Cookie-Banner. Die meisten Menschen sind von ihnen genervt und drücken schlichtweg auf „zustimmen“, um möglich schnell zu der eigentlich angepeilten Webseite zu kommen. Wer das macht, erklärt sich damit einverstanden, dass die eigenen Daten insbesondere für Werbezwecke weiterverwendet werden. Natürlich kann man diese Zustimmung auch verweigern, allerdings müsste man dann tief in die Auswahlmechanismen eintauchen, was Zeit beansprucht. Doch damit soll bald Schluss sein: Der Suchmaschinen-Riese Google kündigte nun nämlich an, einen „Alles ablehnen“-Button einzuführen.

„Google hat uns mitgeteilt, dass sie jetzt weltweit diesen „Alles ablehnen“-Button Stück für Stück etablieren wollen“, sagte Hamburgs oberster Datenschützer Thomas Fuchs am Mittwoch bei der Vorlage des Tätigkeitsberichts seiner Behörde für 2021. Grund dafür war allerdings nicht nur das drängen des Hamburger Datenschutzbeauftragten, sondern wohl auch ein Bußgeld, dass Frankreich bereits im Dezember gegen Google und Facebook verhängt hatte. Dementsprechend soll die Neuerung in Frankreich auch als erstes kommen. Deutschland sowie Österreich dürften aber bald folgen.

„Die gute Nachricht ist, dass es jetzt eine schriftliche Zusage von Google gibt“, diesen Button bald zu programmieren und dann als Standard zur Verfügung zu stellen, betonte Fuchs. Da viele den Cookies einfach aus Bequemlichkeitsgründen zustimmen, sei es „von großer Bedeutung, dass jeder der im Internet surft, auch die Möglichkeit haben muss, gleich auf der ersten Ebene (…) die Verwendung seiner Daten insbesondere für Werbezwecke ablehnen zu können.“ Fuchs kündigte an, jetzt mit ähnlichen Anliegen auch auf Facebook zuzugehen. Der Datenschützer ist für beide Konzerne zuständig, weil sich ihre Deutschlandzentralen in Hamburg befinden.

APA/Red.

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