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(c) Pixabay

Zielgruppe Mädchen

Die Kommunikation der Jugendlichen läuft mittlerweile fast ausschließlich über die sozialen Medien. Aber trotz empfindlicher Rückschläge halten sich einige Printprodukte hartnäckig am Markt. Und es gibt sogar Neuzugänge.

Von Ute Fuith

Vor zwanzig Jahren war die Welt für Bravo Girl! schön. Der Ableger des jugendlichen Unisex-Kultformats Bravo kam 1988 auf den Markt und hielt sich jahrelang mit einer kolportieren Auflage von 550.000 verkauften Exemplaren in den Herzen der jungen Leserinnen. Der Mix aus Mode, Lifestyle und Pubertät in rosigen Pastelltönen kam gut bei den 12- bis 17-Jährigen an. Doch dann brachte das Internet die heile Mädchenwelt im Blätterwald gehörig ins Wanken. Innerhalb der vergangenen 20 Jahre gingen die Verkäufe um 90 Prozent zurück. Seit 2015 erscheint Bravo Girl! nur noch monatlich, anstatt alle zwei Wochen. An Aufgeben denkt man bei der Hamburger Bauer Media Group aber dennoch nicht. „Die veränderte Mediennutzung insbesondere der jüngeren Zielgruppe zeigt sich natürlich auch bei den Printauflagen – das klassische Zeitschriftenregal ist schon lange nicht mehr die erste Anlaufstelle von Jugendlichen. Aktuell liegen wir mit Bravo Girl! bei 67.202 Exemplaren“, sagt Bravo-Verlagsleiter Karsten Binke. Als Multiplattform-Marke biete Bravo Jugendlichen mittlerweile Content auf allen für sie relevanten Kanälen. „Wir sprechen Jugendliche dort an, wo sie sich aufhalten. Wir publizieren Zeitschriften, wir sind im Internet und auf den Socials – Instagram, Snapchat, TikTok, Facebook – sowie auf dem Messenger-Dienst WhatsApp vertreten. Dabei werden die Inhalte auf den einzelnen Kanälen nicht nur für, sondern mit den Jugendlichen zusammen gestaltet“, erklärt Binke. Durch inhaltliche Vernetzung und interaktive Elemente wie Votings, Meinungs-Abfragen, Kommentare und viele weitere Funktionen könne jeder Jugendliche Teil der Bravo-Community sein. „Mit unseren unterschiedlichen Kanälen verfügen wir über eine sehr hohe kumulierte Reichweite mit mehr als fünf Millionen Kontakten. Unsere Herausforderung besteht aktuell darin, diese Reichweite zu monetarisieren“, sagt der Bravo-Verlagsleiter.

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Bildcredit: pixabay