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Radiowerbung ist zu einer ungeliebten Disziplin geworden

Radio als „Nähe-Medium“ und „Tagesbegleiter Nummer eins“, dem sich Menschen vom Aufwachen bis zum Schlafengehen in liebevoller, ungebrochener Aufmerksamkeit zuwenden – das existiert so eigentlich nur noch in der Wunschvorstellung von Audio-Vermarktern. Statt an Radiogeräten müssen die werberelevanten Zielgruppen schon längst in ihren virtuellen Twitter-, Instagram- oder Facebook-Blasen abgeholt werden. Radiowerbung ist zu einer ungeliebten – und auch ungenützten – Disziplin geworden. Das hört man leider auch. „Wenn ich die aktuelle Radiowerbung mit der von vor zehn Jahren vergleiche, dann ist sie subjektiv gesehen schlechter geworden“, meint etwa Alexander Zelmanovics, Ex-Geschäftsführender Gesellschafter der Werbeagentur Zum goldenen Hirschen in Wien. In seinen Jahren als Kreativchef von Lowe GGK Wien heimste Zelmanovics zahlreiche Kreativpreise für Audiowerbung ein. „Es gab damals generell kreativere Zugänge zum Thema Hörfunkwerbung“, meint der Werber, und: „Damals war Radio noch Brand-bildend – das ist heute kaum noch der Fall.“
Dennoch gäbe es positive Ausreißer, wie etwa der Radio-Spot für Neuburger („Sagen Sie niemals Leberkäse zu ihm!“) aus dem Jahre 2013. In dem 85-Sekunden-Spot erörtert das Comedian-Duo Stermann & Grissemann die Frage, ob der weiße Tiger im TV-Spot das Model verschlungen hat oder nicht. Für Zelmanovics ist das ein gelungenes Beispiel dafür, wie man das Medium Radio nutzen kann. Das Potenzial von Radiowerbung würde nämlich oft unterschätzt. „Dabei hat es auf der Agenturseite viele Vorteile. Junge Kreative können sich da austoben – ohne am offenen Herzen zu operieren. Es geht dabei ja nicht um wahnsinnig viel Geld“, schlägt Zelmanovics vor.

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Bildcredit: Fotolia/Jakkapan