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Die Temambuilding-Methoden werden immer ausgefallener

 

Eingesperrt in einem engen Raum, aus dem es zu entfliehen gilt. Die Uhr tickt, die Rätsel scheinen schier unmöglich zu lösen. Noch 30 Minuten – was dann? Die Aufgabe: Den Mörder zu finden. Das Spiel: „Exit the Room“. Die so genannten „Escape Rooms“ erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Im privaten, aber auch immer öfter im beruflichen Bereich. Bei diesem Spiel können sich die Teilnehmer abseits von gewohnten Jobfunktionen als Team erleben. Neue Teammitglieder können sich rasch und spielerisch ins Team integrieren, und die Spielsituation ermöglicht neue Impulse für eine verbesserte Kommunikation zwischen den Teammitgliedern. Das Spiel fördert die Logik und Problemlösungsfähigkeit der Teilnehmer unter Zeitdruck. Es werden die Konfliktmanagement-Skills der Gruppe gefördert und gestärkt – ein zentrales Thema für jedes wettbewerbsorientierte Unternehmen. Die Zusammenarbeit der Gruppe ist für den Erfolg unerlässlich - diese Erfahrung kann die Gruppe direkt in den dynamischen Arbeitsalltag mitnehmen.  

Zentrales Element dabei ist, Gegenstände zu finden und diese dann logisch miteinander oder mit der Umgebung zu kombinieren. So öffnen sich Truhen und Türen, die Schlüssel oder weitere Gegenstände zum Vorschein bringen. Und damit den Weg in die „Freiheit“ ebnen. Doch was macht den Reiz dieser „Fluchträume“ aus? „Escape-Spiele sind etwas ganz anderes, als man eigentlich gewöhnt ist. Sie bieten eine einzigartige Möglichkeit, einen Ausweg aus dem alltäglichen Leben zu finden. Im Prinzip wie ein echtes Abenteuer“, erklärt Petra Nagy von Exit the Room. 

Auf der einen Seite werden die Spieler durch die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin belohnt, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen. Das wiederum motiviert zum Weiterspielen, erklärt aber auch den „Suchtfaktor“ solcher Spiele. Auf der anderen Seite ist es ein weiterer reizvoller Genre-Aspekt, in eine andere Rolle schlüpfen zu können. Gerade bei Teamveranstaltungen. „Gute Teams zeichnen sich dadurch aus, dass sie an einem Strang ziehen und gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten. Aus meiner Sicht ist es deshalb wichtig, in regelmäßigen Abständen auf die Zusammenarbeit im Team zu schauen, um die Leistungen zu verbessern“, so Psychotherapeutin und Trainerin Dr. Martina Friedl. „Außer der Teamgestaltung kann das Escape Game die Lösung der Probleme, die während der Arbeit im Unternehmen vorkommen, in eine effektivere Richtung steuern. Die spielerische und unterhaltsame Entwicklung von Kommunikation und Konfliktlösung kann einen tatsächlichen Beitrag zum Erfolg leisten. Das Escape Game beeinflusst diejenigen Fähigkeiten und Ansichten, welche für eine erfolgreiche geschäftliche Tätigkeit unerlässlich sind. Im Escape Game entwickelt sich die Menschenkenntnis, die Empathie, die Zusammenarbeit, die Selbstkenntnis, die Verantwortung, die Risikobereitschaft, die Konzentration, das Selbstvertrauen und der Optimismus“, so Nagy. 

 

Virtuelle Realität

 

Eine weitere abwechslungsreiche Form des Teambuildings ist das Eintauchen in virtuelle Welten. Auch das gibt es in Wien, und wer es einmal probiert, wird begeistert sein. „Es ist natürlich was anderes, wenn man gemeinsam eine neue Technik ausprobiert. Man wird in der virtuellen Welt mit einem Problem konfrontiert und muss es zusammen lösen“, meint Petra Nagy vom VR-Cafe in Wien. 

Drei unterschiedliche Spielarten können hier – in Gruppen aufgeteilt – ausprobiert werden: Einerseits gibt es die Gear VR, eine Brille, in die vorne das Handy reingesteckt werden kann. „Hier hat einer der Teilnehmer die Brille auf und sieht eine Bombe. Die anderen Teammitglieder haben die Anleitung, wie man diese entschärfen kann. Nun müssen sie erklären, welcher Knopf gedrückt bzw. welches Kabel durchgeschnitten werden kann, ohne in die Luft zu gehen. Da geht es um Kommunikation und darum, möglichst effektiv zu beschreiben, was man gerade sieht“, so Nagy. 

„Wenn ein Teambuilding gut läuft, sollten die Teammitglieder im Idealfall danach motiviert rausgehen. Sich vielleicht besser kennen und neue Vereinbarungen für die Zukunft getroffen haben“, erklärt Martina Friedl. Darum ist ein Nachgespräch auch so wichtig. 

„Wir haben kein Teambuilding im herkömmlichen Sinn, sondern wir haben auf jeden Fall das Entertainment im Vordergrund. Wir können jetzt keine großen Streitigkeiten innerhalb des Teams lösen. Die Leute müssen sich schon verstehen“, klärt die VR-Mitarbeiterin auf. Dennoch Grund genug, es auszuprobieren. Weitere Spielmöglichkeiten sind die Rennsimulationen, die auch von Profis eingesetzt werden, um Strecken zu simulieren.

Die dritte und wahrscheinlich beliebteste Option sind die HTC Vive Pro-Spiele. „Das sind die großen Stationen, wo die Besucher mit Brille und Controller in einem abgegrenzten Bereich stehen und sich dem Spiel angepasst mitbewegen. Hier kann man zum Beispiel zu viert Zombies jagen“, so Nagy. Dabei sind alle vier Teilnehmer mit einem Headset verbunden, sehen sich im Spiel und können miteinander reden. „Da geht es darum, dass man gemeinsam in Teams durch die Welt geht und miteinander Zombies tötet. Dabei darf man sich nicht zu weit voneinander entfernen, sonst kommt man nicht mehr weiter. Man muss zum Beispiel auch die Munition aufteilen oder sich genau absprechen, wer in welche Richtung geht“, erklärt die VR-Expertin. 

 

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Bildcredit: Pixabay