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Anfangs als pure Illusion belächelt, jetzt gut frequentiert: Kaufmotivation 2.0 befindet sich im digitalen Aufwind

 

Manche Firmenlenker sind keine erklärten Fans der neuen Netzwelt. Bei Fehlern droht ein Shitstorm, der junge Mitarbeiter postet ständig bei Facebook und die Kinder schauen nur YouTube. Für Chefs und Manager, die am Nervenflattern 2.0 laborieren, gibt es aber eine gute Nachricht: Social Media soll mehr sein als eine Freizeit-Spielwiese für Selbstdarsteller und chronisch Gelangweilte. Sondern vielmehr ein zusätzlicher Kanal für gesteigerte Umsätze.
Vom Mitmach-Netz zur Verkaufsmaschine: Facebook, Twitter und Co verfügen über umsatzsteigernde Chancen, vermelden immer mehr Profis. Ihr Tenor klingt eindeutig: Kampagnen in dieser digitalen Hemisphäre erreichen den Konsumenten nicht nur, sie zeigen auch vermehrt Wirkung. Vielleicht sogar intensiver, als vor Jahren zu erwarten war. Wenig überraschend sind es vorwiegend jüngere Zielgruppen, die sich hier kauftechnisch inspirieren lassen.
„Soziale Medien fungieren vor allem bei den jüngeren Konsumenten als primäre Inspirationsquelle. 43 Prozent der 18- bis 34-Jährigen nutzen regelmäßig Networks, um neue Produkte und Brands zu entdecken. Dies geschieht keineswegs nur über klassische Auftritte, sondern auch durch Influencer Marketing. So entsteht ein wichtiger Kanal für die Markenpräsenz“, erläutert Gerald Dipplinger, Experte der Unternehmensberatung PwC Österreich.

Starke Kaufmotivation

Eine Studie der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor zusammen mit den Marktforschern von Toluna untermauert die Entwicklung. Der Positionswechsel ist jedenfalls eindeutig: Aktivitäten im Web 2.0 motivieren demnach ebenso zum Kauf wie Auftritte in TV, Print oder Radio. „Unternehmen können ihren Absatz mit Social Media-Kommunikation und Werbung im Web 2.0 genauso stark fördern wie durch Reklame in klassischen Medien“, weiß Roland Heintze, Geschäftsführer von Faktenkontor.
Hinter der aufmunternden Botschaft für alle Chefetagen steckt eine Befragung deutscher Verbraucher. Demnach haben im Nachbarland bereits 24 Prozent der Internet-Nutzer aufgrund von Facebook-Werbung ein Produkt erworben oder ein Service in Anspruch genommen. Ein bestimmtes Detail sollte ganz besonders aufhorchen lassen: Die gezielte Präsenz auf besagter Plattform von Mark Zuckerberg und die Kommunikation über betriebliche Facebook-Seiten soll erfolgreicher sein als Spots im TV.
Zumindest bei der Online-Community, denn Botschaften von der Mattscheibe haben bisher nur 23 Prozent der Onliner in Deutschland zum Einkauf bewegt. Doch Facebook ist nicht das einzige soziale Medium mit Verkaufstalent. Werbespots und betriebliche Kanäle bei YouTube konnten 20 Prozent der Onliner ab 14 Jahren zum „Ja“ für Waren oder Dienstleistungen motivieren. Das Videoportal rangiert damit zwischen Print und Radio. Aufgrund von Anzeigen in gedruckten Objekten schritten 22 Prozent zur Tat, durch klingende Spots 14 Prozent.

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Bildcredit: Adobe Stock