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Friedrich Dungl ist seit Juni 2016 Geschäftsführer des Niederösterreichischen Pressehauses

Wie man als regionales Medienunternehmen trotz schwieriger Marktlage die Leserzahl erhöht und die Anzeigenumsätze steigert, verrät Friedrich Dungl, Geschäftsführer des Niederösterreichischen Pressehauses, im Gespräch mit ExtraDienst.

 

ED: Sie sind seit dem Vorjahr NÖN-Geschäftsführer. Welche Vorhaben konnten Sie seither umsetzen?

Dungl: Eine der wesentlichsten Neuerungen ist der Start unserer Magazinreihe. Die erste Ausgabe widmet sich Maria Theresia. Damit waren wir nicht der einzige Verlag, der das Jubiläum zum 300. Geburtstag der Kaiserin zum Anlass genommen hat, ein Magazin zu produzieren. Wir versuchen aber, die Niederösterreich-Bezüge zu diesem Thema sehr stark herauszuarbeiten – Maria Theresia hat ja sehr viele Spuren in Niederösterreich hinterlassen – und spannen dann den Bogen zur diesjährigen Landesausstellung „Alles was Recht ist“. Wir beginnen diese Reihe mit einem Geschichtsthema, das heißt aber nicht, dass das immer so sein muss. Es kann auch um Themen aus den Bereichen Sport, Gesellschaft etc. gehen. Wir greifen damit den Trend auf, dass sich hochwertige Magazinprodukte, die keine Periodika und auch nicht tagesaktuell sind, derzeit am Kiosk sehr gut verkaufen.

 

ED: Kann man schon sagen, wie das Produkt am Markt angenommen wurde?

Dungl: Die Hotline für die Direktbestellung war in den ersten beiden Tagen teilweise überlastet, und ein Rundruf unter 30 repräsentativen Trafiken hat ergeben, dass nach zwei Tagen von insgesamt sechs Erscheinungswochen bereits die Hälfte bis zwei Drittel der ausgelieferten Exem-plare verkauft waren und die Händler schon nachgeordert haben. Die Signale sind also äußerst positiv.

 

ED: Wie läuft derzeit der Verkauf der NÖN selbst?

Dungl: Nachdem die Kiosk-Verkäufe für alle Verlage in Summe nach wie vor stagnieren, verfolgen wir die Strategie, schwerpunktmäßig unseren Abo-Club zu intensivieren. Der Club bietet den Abonnenten unterschiedlichste Vorteile insbesondere im Kultur- und Veranstaltungsbereich, in dem die NÖN auch redaktionell stark involviert ist und daher in dieser Frage beim Leser eine besondere Glaubwürdigkeit besitzt. Eine Maßnahme in diesem Bereich war die Schaffung eines Online-Ticket-Shops für unsere Abonnenten, gemeinsam mit einem namhaften Anbieter.

 

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

 

Autor: Josef Sommer

Bildcredit: NÖN