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Das kraftwerk: Heimo Hammer, Geschäftsführer, Angelika Hammer, Agenturleitung, und Jürgen Oberguggenberger, Creative Director.

Bei kraftwerk setzt man auf neue Überschneidungen statt alter Agentur-Schubladen – Heimo und Angelika Hammer und Jürgen Oberguggenberger von kraftwerk haben uns im ExtraDienst-Interview verraten, warum Start-ups gut für den Agenturmarkt sind, wieso sie Mediaagenturen nicht als Konkurrenz sehen und wie man Kunden trotz Ad-Blockern erreicht.

 

ED: Mediaagenturen bieten mittlerweile kreatives Service an. Sehen Sie hier eine neue Konkurrenz für Agenturen?

Heimo Hammer: Es gibt heute Überschneidungen, die früher nicht existierten. Die Frage ist, ob die gute, alte Agentureinteilung in Klassik-, PR-, Direkt-, Media- oder Digital-Agentur noch zeitgemäß ist. Unser Vorteil ist, dass wir auf der Ziel-Seite sitzen und genau messen, wie viele Kunden gekommen sind. Mediaagenturen wissen das nicht. Wenn wir einen Online-Shop machen, können wir exakt sagen, wie viel wann an wen verkauft worden ist. Wir können den gesamten Prozess digital nachvollziehen.

Oberguggenberger: Ich sehe das sehr entspannt. Spannender ist ja, dass klassische Marketing- und Werbeabteilungen für das digitale Business noch nicht wirklich gerüstet sind. Vielfach ist es ja ein Spielball zwischen IT und Marketing. Und nur die wenigsten sehen das große Ganze. Wir nehmen Ängste, da wir alles aus einer Hand bieten − von der Strategie bis hin zur technischen Implementierung, Performanceüberwachung und -optimierung. Was nutzen die besten Creatives, wenn im Hintergrund die Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Denn da beginnt die Arbeit ja erst wirklich.

 

ED: Wie sieht die Verteilung Digital und Klassik bei kraftwerk in der Praxis aus?

Heimo Hammer: Das hängt vom Kunden ab. Aber grundsätzlich überwiegt die klassische Schaltung, da Österreich immer noch ein Print-Land ist. Klar ist aber, dass der digitale Anteil in den Kunden-Budgets immer stärker steigt und in den nächsten Jahren die klassischen Schaltungen überholen wird.

Angelika Hammer: Derzeit ist die Kombination TV und Online sehr gefragt, damit fahren die meisten Kunden gut. Print bleibt eine Zielgruppen-Frage und ist bei der älteren Zielgruppe angebracht. Aber auch Facebook ist nicht mehr jung. Die jugendliche Zielgruppe ist eher auf Snapchat oder Instagram unterwegs, die Zeitung als haptisches Erlebnis kämpft mit großen Streuverlusten.

 

ED: Viele setzen auf User Generated statt professionellem Content. Ist das zielführend?

Heimo Hammer: Jeder, der zu digitalen Medien Zugang hat, ist automatisch Redakteur und Autor und schafft damit Content. Das ist sehr schwer zu steuern. Egal ob Sie ein Auto kaufen oder einen Urlaub buchen wollen – heute informieren Sie sich zuerst im Internet, es ist meinungsbildend. Damit beeinflusst der User Generated Content Ihre Entscheidung enorm.

Für die Werbebranche heißt das ganz banal, dass sie eine mediale Völkerwanderung mitmachen muss. Das heißt, die Branche folgt den Konsumenten auf die Devices und in die Kanäle, in denen sie sich gerade aufhalten. Wir müssen Technologien entdecken, die angenommen werden. Wir als Techniker und als Kreative müssen verstehen, wohin der nächste Schritt geht.

Oberguggenberger: Die Art des Contents hat große Auswirkungen auf die Conversion, bei User Generated Content ist der Trust einfach höher.

 

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

Bildcredit: Natascha Unkart