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Beim Sport sind ehemalige Aktive im Journalismus willkommen

Wie wünschenswert ist es, dass Journalisten das Metier, über das sie berichten, selbst ausüben oder ausgeübt haben? ExtraDienst hörte sich in der Branche um und erhielt ein gemischtes Bild.

 

Es ist ja ein beliebtes Unterhaltungsspiel, Österreichs Sportreporter zu kritisieren. Aber was immer sich bei ihnen manchmal an Sprechdurchfall und bisweilen etwas übersteigertem Patriotismus Luft macht – eines kann man ihnen mehrheitlich nicht vorwerfen: Dass sie das, worüber sie berichten, nur vom Anschauen kennen würden.

Boris Kastner-Jirka zum Beispiel, der im ORF u.a. Großereignisse aus den Bereichen Fußball, Beachvolleyball und Nordische Disziplinen kommentiert, hegt einen besonderen Ehrgeiz, Sportarten, über die er berichtet, auch selbst zu praktizieren. Das hatte einmal, als er sich über eine Sprungschanze in Ramsau wagte, die fatale Folge, dass er sich bei einem kapitalen Sturz so ziemlich alles im Bereich des Sprunggelenks zerfetzte.

2009 hat der ExtraDienst, der es wie immer genau ganz wissen wollte, prominente österreichische Sportjournalisten (von denen einige wie der dazumal als Bundesliga-Kommentator für ATV tätige Volker Pieczek oder der damalige stellvertretende Kurier-Sportchef Erich Vogl heute nicht mehr im Sportjournalismus aktiv sind) zum Fitness-Test ins Studio John Harris gebeten. Dabei entpuppten sich einige, wie Kastner-Jirka, Piesczek und Vogl, als echte Sports-Kanonen. Andere wie ORF-Kommentator Oliver Polzer, News-Redakteurin Nina Strasser oder Herbert Eichinger, der ehemalige Chefredakteur des eingestellten Sportmagazins und heutige Manager des Fußballers Sebastian Prödl und Berater des Formel-1-Piloten Pascal Wehrlein, zeigten sich gut in Form.

Manche Sportjournalisten haben eine Vergangenheit im Leistungssport: Thomas König, der im ORF hauptsächlich Fußball und alpine Ski-Rennen kommentiert, war lange Zeit Vorarlberger Rekordhalter im Speerwurf. Günter Sagmeister, Sportchef der Kleinen Zeitung Graz, spielte sieben Jahre in der obersten österreichischen Liga Handball und war mit Waagner Biro Graz zweimal österreichischer Meister. Sein Kollege Sigi Palz war steirischer Rekordhalter im Stabhochsprung.

Viele Sportjournalisten haben sich wenigstens auf Unter- oder Bezirksliga-Niveau sportlich betätigt. Zu ihnen gehört Peter Frauneder, Sportchef der Krone. Er spielte im Unterhaus Fußball. Als er bereits bei der Krone war, spielte er noch in der Kreisliga Tennis. Mit Skiern ist er seit frühester Kindheit vertraut. „Es ist sicher kein Nachteil, wenn man aus eigenem Erleben Einblick in die Dinge bekommt“, meint er.

 

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Autor: Bruno Jaschke

Bildcredit: Stephan Schurr / fotolia