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© Franz Semmelmeyer

Influencer Marketing am Prüfstand

Das große ExtraDienst-Spezial über die Movers und Shakers im Influencer-Business. Erfahren Sie auf den nächsten 14 Seiten, wie die Top-Agenturen des Landes mit den neuen Werbestars arbeiten, welche Regeln sie beachten müssen und wie die kreativen Köpfe hinter den Inhalten auf YouTube, Instagram und Co. ticken.

Von Keywan Rezaei

Laut Schätzung des Österreichischen Werberats sollen hierzulande etwa drei- bis fünftausend Menschen als sogenannte „Influencer“ tätig sein. Mitgezählt werden dabei jene, die in sozialen Netzwerken professionell oder semiprofessionell auftreten. Wer etwa auf Instagram oder YouTube kommerzielle Werbung macht oder Produkte platziert, um damit Geld zu verdienen, gilt als Wirtschaftstreibender. Über diese Gruppe wird aktuell viel gesprochen. Zum einem, weil dies das Traumberufsziel vieler Kinder und Jugendlicher ist. Zum anderen, weil die Mehrzahl der Protagonisten selbst noch minderjährig ist. Dass an dieser Zielgruppe großes wirtschaftliches Interesse besteht, zeigt die zunehmende Spezialisierung im Bereich Influencer-Marketing.

Neue Medien

Keinem aus der Medienbranche muss man heutzutage noch erklären, warum nur mehr so wenige ab der „Generation Y“ noch lineares Fernsehen schauen, Zeitungen lesen oder Radio hören. Alle wissen, dass sich die Jungen bevorzugt online bewegen und dort ihren Medienkonsum stillen. Die wechselseitige Kommunikation als wichtigster Bestandteil von sozialen Medien macht den Unterschied. Egal ob in Form von Kommentaren, herzigen Emojis oder Daumen rauf/runter. Schon mit einfachen Gesten kann jedes Kind oder jeder noch so bildungsferne Mensch am Diskurs teilhaben und sich (s)eine Bühne schaffen. Dabei gelingt es manchen mit viel Erfolg, Themenführerschaft auf diversen Internetplattformen zu übernehmen.

Social Media

Statusmeldung, Foto, Video, Blog: Das sind die Basiszutaten des Gesamterlebnisses Social Media. Die Hauptrolle spielt immer der Mensch. Genauer gesagt die selbstbestimmte Darstellung seiner eigenen Persönlichkeit. Je intimer die Einblicke sind, die man seinen Zusehern gewährt, und je authentischer diese wahrgenommen werden, desto erfolgreicher sind in der Regel die „Creators“, wie sie von Werbeagenturen gerne bezeichnet werden.
Ein weiterer Faktor, der ins Spiel kommt und dazu beiträgt, dass sie ständig etwas Neues produzieren wollen, ist die responsive Darstellung des eigenen Erfolgs. Jeder Sichtkontakt, jede User-Reaktion, jedes Abonnement wird sofort nummerisch ausgewiesen und dient als Messlatte für die Aussagekraft und Relevanz des Auftritts.

Werbung

Kreatoren können ihren Content auf unterschiedliche Weise monetarisieren. Betreibern von Kanälen auf der Videoplattform YouTube etwa steht die Möglichkeit offen, Werbeeinschaltungen in Videos zu erlauben. Auch Blogger können auf ihren Webseiten mittels Banner-Werbung oder Google-Ads Einnahmen lukrieren. Nichts anderes tun Nachrichten-Seiten von Medienverlagshäusern. Ein selbstständiger Influencer hat jedoch eine zusätzliche Einnahmequelle, die es dort so offensichtlich aus ethischen Gründen nicht so leicht geben darf: Produktplatzierungen als integraler Teil eines redaktionellen Beitrags. Auch wenn Influencer schon längstens verpflichtet sind, derartige Beiträge deutlich zu kennzeichnen, werden sie im Umfeld sozialer Medien nicht als penetranter Makel verstanden.
Wenn es richtig gemacht wird, kann ein „Werbedeal“ den Status in der Netzgemeinde sogar erhöhen. Wir vom ExtraDienst haben uns mit etlichen Profis in der Agenturszene zusammengesetzt, viele Interviews geführt und uns auch mit diversen Influencern unterhalten, um der Werbebranche einen Leitfaden für Aktivitäten im aufstrebenden Influencer-Markt zu ermöglichen.

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ExtraDienst / ed3 / 29.3.2019 

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Bildcredit: Franz Semmelmeyer