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Bezahlcontent fristet immer noch ein Nischendasein. Dennoch erhoffen sich viele Medienverantwortliche einen Zukunftsmarkt

 

Paid Content galt bisher als wenig einträgliche Baustelle für Verlage. Jetzt sind hingegen bessere Zeiten in Sicht: Die Vermarktung von Inhalten im Internet nimmt Fahrt auf.

 

Manche Medienmanager zeigen alleine beim Wort „gratis“ leichte Nervosität. Zumindest in der direkten Verbindung mit dem Internet. Dort hat sich in den Anfangstagen des Booms ein nachhaltiges Phänomen verfestigt. Es ist die beklemmende Vision eines digitalen Schlaraffenlandes: An jeder Monitor-Ecke kostenlose Angebote, das Geld scheint abgeschafft zu sein. Viele Anläufe smarter Strategen, den Zustand zu ändern, haben Risse gebracht – eingestürzt sind die Mauern der Gratiskultur im Netz aber noch nicht.

Damit bleibt die Online-Vermarktung von Inhalten immer noch Schwerarbeit. Seit Jahren suchen die Verlagshäuser in Europa zwischen Paywalls und Premium-Content tragfähige Lösungen. Der wirtschaftliche Höhenflug auf breiter Ebene gilt als süßer Traum von Berufsoptimisten, während etwa der US-Markt anders tickt. Dort verzeichnen Big Player à la New York Times oder Washington Post eine relativ rasch wachsende Popularität ihrer E-Produkte.

Als Musterschüler gilt auch Norwegen. In keinem anderen Land ist die Zahlungsbereitschaft für kostenpflichtige Online-Nachrichten höher, ermittelte das Reuters Institute for the Study of Journalism in seinem „Digital News Report 2017“. Die Zahlen lassen kaum Fragen offen: 87 Prozent der Bevölkerung informieren sich im Netz, 26 Prozent sind zumindest bereit, für dieses Service zu löhnen. Was eine tröstliche Botschaft für jene inkludiert, die bisher viel Cash verpulvert haben auf einer wenig einträglichen Baustelle.

 

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Autor: Christian Prenger

Bildcredit: Adobe Stock