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Die größten Gefahren kommen meist leise und unverhofft. Auch der Verlust unserer Privatsphäre verläuft schleichend. Datenschützer sind die modernen Ritter, die für unsere Persönlichkeitsrechte zu Felde ziehen.

 

Der Wunsch, Bürger auszuspionieren, beschränkt sich nicht nur auf autokratische Staatsformen, die ihre Macht durch Repression und Bespitzelung aufrechterhalten möchten. Auch demokratische Staaten können den Versuchungen grenzenloser Informationsgenerierung selten widerstehen. Das weiß man nicht zuletzt durch die ans Tageslicht getretenen Machenschaften des US-Geheimdienstes NSA. Um an die persönlichen Informationen zu gelangen, schrecken Staat und große Konzerne nicht davor zurück, Persönlichkeitsrechte wie das Recht auf Privatsphäre mit Füßen zu treten. Trotz der Gefahr langer Haftstrafen oder eines Lebens im Exil gibt es Datenschützer, die für den Erhalt unserer Freiheit kämpfen. Sie kämpfen dabei um den Erhalt unserer Privatsphäre, und in vielen Fällen ziehen sie, wie David gegen Goliath, allein gegen Staaten und Unternehmen ins Feld.

 

Inländische Datenhelden

Oftmals bedarf es eines Aha-Erlebnisses, das aus einem anonymen Bürger einen gefürchteten Aktivisten macht. Auch bei Maximilian Schrems ging ein persönliches Erlebnis seinem Kampf für unsere Grundrechte im Netz voraus. Und zwar erhielt er nach einem Auskunftsersuchen über seine persönlichen Daten bei Facebook einen Datensatz in Form von 1.222 PDF-Seiten zugesendet. In penibel geordneter Form konnte er – aus Sicht von Facebook wohl eher irrtümlicherweise – auch gelöschte Nachrichten und GPS-Daten über sich in Erfahrung bringen, obwohl Schrems laut eigener Aussage zur damaligen Zeit kein Handy mit GPS-Funktion besaß. Seine Erkenntnis daraus war: „Facebook legt im Geheimen ganze Datenkategorien über jeden Nutzer an“, schreibt dabei Schrems in seinem Buch „Kampf um deine Daten“. Er begann einen juristischen Krieg gegen Facebook und hatte schlussendlich Erfolg. Am Ende war es seiner alleinigen Initiative zu verdanken, dass der Europäische Gerichtshof das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen, das den Datentransfer zwischen der EU und den USA erlaubte, für ungültig erklärte.

 

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Autor: Christian Sec

Bildcredit: Minerva Studio/Fotolia