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Gemeinsam einsam

Alleine auf der Couch, aber mit Freunden zusammen Filme und Serien ansehen. Dafür gibt's jetzt Apps.

Streamingdienste wie Netflix oder Flimmit, aber auch Mediatheken wie die ORF- TVthek erfreuen sich zu- nehmender Beliebtheit. Damit steigt auch der Diskussionsbedarf über die dort gesehenen Serien. Niemand muss sich mehr die Ohren zuhalten, weil er die Sendung (oder Serien- folge) noch nicht gesehen hat, der Freund aber schon. Denn die kalifornische Firma Rabbit hat eine Software entwickelt, die das gleichzeitige Streamen auf verschiedenen Geräten an verschiedenen Orten ermöglicht. Rabbit als erster Anbieter Seit 2013 konnte man zunächst mit der App von Rabbit auf zwei bis drei Apple-Computern trotz räumlicher Trennung gleichzeitig eine Serie schauen. 2014 gab es dann bereits eine internetbasierte App für das gleichzeitige Betrachten und Kommentieren von Filmen auf Computern.

Seit 2015 bringt Rabbit die App auch für IOS-Handys und seit 2017 für Android-Geräte heraus. Mit die- ser Software können sogar bis zu 200 Personen gleichzeitig eine Serie anschauen. Voraussetzung ist nur, dass sie sich trotz räumlicher Trennung nach dem Aussuchen des ge- wünschten Films – vielleicht sogar in unterschiedlichen Zeitzonen – auf eine gleichzeitige Startzeit für alle Teilnehmer einigen können. Ein Problem ist allerdings, dass die meisten Streamingdienste laut ihren Nutzungsbedingungen das gleich- zeitige Streamen von mehr als drei bis fünf Personen untersagen. Net- flix erlaubt im Standard-Abonne- ment lediglich das gleichzeitige Schauen auf zwei Geräten. Erst mit dem teureren Premium-Abonnement ist es möglich, dass ein Film oder eine Serie gleichzeitig auf vier Smartphones oder Tablets ausgestrahlt werden darf. Bei anderen Streamingdiensten wie zum Beispiel der Wiener Plattform Flimmit benötigt jeder Benützer eine eigene Lizenz. Es gibt aber beispielsweise bei Vimeo ein Angebot, mit dem sogar zehn Personen gleichzeitig streamen können. Das kostet 40 Euro pro Mo- nat, also lediglich 4 Euro pro Teil- nehmer. Bei Vimeo ist sogar eine unbegrenzte Anzahl von gleichzeitigen Live-Viewern möglich, wenn dafür eine monatliche Gebühr von 70 Euro entrichtet wird.

Lesen Sie das ganze Interview im neuen ExtraDienst

 ExtraDienst 1-2/2019

 

Bildcredit: Pixabay