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Wolfgang Rosam

Vom „Kärntner Buam“ zum PR- und Gourmet-Zampano: Wolfgang Rosam hat eine unglaubliche Erfolgsstory hingelegt. Im ExtraDienst spricht er über das ruinierte Image der Lobbyisten, die Atomisierung der PR-Branche und seine Pläne für den Falstaff.

 

ED: Ihr Lebenslauf zeigt, dass Kommunikation schon früh ein Thema für Sie war: Sie waren Landesschulsprecher und beim Bundesheer Vermittlungsoffizier Medien. War da für Sie schon klar, welchen Weg Sie einschlagen würden?

Rosam: Das ist noch viel früher passiert. Ich bin wirklich mit Kommunikation aufgewachsen. Mein Vater war Lokalreporter der Kleinen Zeitung in Kärnten. Er hat mich schon als kleiner Bub immer zu Ereignissen mitgenommen. Seine Berichte hat er telefonisch an die Kleine Zeitung durchgegeben. So habe ich mitbekommen, wie Erlebtes in Worte gefasst wird. Was eine Story ist. Deshalb fällt mir Kommunikation vermutlich leichter als vielen sogenannten PR-Gurus, die nie im Journalismus – wo ich mir auch selbst meine ersten Sporen verdient habe – tätig waren. Ich habe Faktenbezug gelernt. Knapp zu formulieren, statt sich in blumiger PR-Sprache zu ergehen.

ED: Hat Ihnen dieser damals unübliche Zugang zum Erfolg verholfen?

Rosam: Ich glaube, einen Teil des Erfolges der Publico hat das schon ausgemacht. Die Partner auf der anderen Seite des Tisches – die Journalisten – haben uns ernster genommen. Zudem sind wir relativ rasch gewachsen. Wir hatten über 100 Kunden, rund 300 Pressekonferenzen im Jahr. Damit hatte die Agentur eine Größe erreicht, die in Österreich bis dato nicht vorhanden war.

ED: Trotzdem haben Sie die Publico verkauft.

Rosam: Das war nicht geplant. Die Publico ist die erste und einzige PR-Agentur bei uns, die jemals verkauft wurde. Um 20 Millionen Euro. Es wird auch keiner mehr eine kaufen wollen. Österreich ist einfach zu klein.

 

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

 

Autor: Verena Scheidl

Bildcredit: Ian Ehm