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Druck aus der Datenleitung: Online-Kampagnen sollen heuer 40 Prozent des Werbemarktes erobern. Facebook sowie Google erweisen sich dabei als digitale Giganten.

 

Der einstige Underdog hat eine steile Karriere hingelegt. Lange Jahre wurden Konsumbotschaften im Internet von Experten so goutiert wie abgelaufene Ware aus dem Kühlregal. Der Tenor war eindeutig: Zu wenig Reichweite, zu wenig Interesse, zu wenig Chancen gegen Plakat, Print und Co. Wachstumsprognosen wurden als Halluzinationen weltfremder Analysten abgetan. Das laue Grinsen dürfte Zweiflern spätestens jetzt einfrieren: Heuer soll Online-Werbung 40 Prozent des globalen Werbemarktes erobern.

Diese Prognose der Mediaagentur Zenith ist ein Signal, auch wenn die Zahl erst in der Wirklichkeit ankommen muss. Die Digitalisierung lässt jedenfalls keinen Stein auf dem anderen – warum sollte die Kommunikationsbranche eine Ausnahme machen? Die Spendings sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, der Return on Investment scheint zu folgen. Gemäß Zenith hat die Effektivität von E-Kampagnen zur Höhe solcher Ausgaben aufgeschlossen: Damit profitieren Marken endlich konkret von der Schiene. Der Grund liegt für die Experten auf der Hand: Alle Werbetreibenden spüren den heftigen Druck der raschen Transformation ihrer Betriebe. Das Motto könnte lauten: Analog ist nicht out, aber digital verdammt in. So verlagert sich das Marketing durch ein Verbraucher-Verhalten auf Online-Kanäle. Eine nachhaltige Entwicklung, die in großer Geschwindigkeit über die Bühne geht. Der Hype tut ein Übriges: Wenn täglich die Rede ist von Mobility, Industrie 4.0. oder E-Commerce, wird auch der konservativste Boss überlegen, wo das Werbegeld gut aufgehoben sein könnte.

Trotzdem zeigen sich keinesfalls alle Beteiligten gleich euphorisch. Der Marktanteil der neuen Verheißung ist jedenfalls weltweit sehr unterschiedlich gelagert. In den am weitesten fortgeschrittenen Märkten Schweden und Großbritannien soll Online-Werbung laut Zenith heuer mehr als 60 Prozent der Investitionen ausmachen. Für Australien, Kanada, China, Dänemark, Norwegen und Taiwan werden zwischen 50 und 60 Prozent vorausgesagt.

 

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Autor: Christian Prenger

Bildcredit: Google