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„Fokus Mord“ im ORF: Wahre Kriminalfälle für die Mattscheibe

 

Auf den ersten Blick wirkt alles harmonisch. Ein globales Netz voller Chancen, Communities im Sozialaustausch, Menschen in Kommunikations-Euphorie. Doch der Monitor ist schon längst keine heile Zone der digitalen Welt mehr. Der ernüchterte Benutzer der Gegenwart wird zugedröhnt mit Hiobsbotschaften über Hacker, Viren, Datenmissbrauch, Phishing, Cybergangster, Informationsschnüffler oder Identitätsdiebstahl. Hinter dem permanenten Alarmton verbirgt sich eine rüde Botschaft: Es kann jeden treffen.
Wer angesichts dieser realen Bedrohung nicht abschaltet und mehr möchte, kann einschalten. „Darker Net – Dunkler als Du denkst“ lautet der plakative Titel der neuen Brand im Hause Tele 5. Zusammen mit Focus Online möchte der TV-Sender aufklären, wie angreifbar jeder Einzelne im elektronischen Zeitalter von Web und Smartphone bereits ist. Gegen eine allfällige Überdosis Gänsehaut helfen dann rechtzeitig gute Tipps, wie sich der Konsument schützen kann. Sollte er sich allen Warnungen zum Trotz auf das teils heimtückische Aquaplaning der Datenautobahn einlassen.
„Das Internet hat uns längst im Griff. Positiv wie negativ. Eine Welt ohne wäre heute undenkbar. Was wir aber nicht sehen können, ist der gewaltige düstere Anteil. Wir surfen bildlich auf einem glitzernden Meer aus Kommunikation, Vernetzung und Entertainment. In der dunklen Tiefe lauern aber auch Gefahren, die plötzlich unerwartet zuschlagen“, unterstreicht Nico Wirtz, Kommunikationschef bei Tele 5.

Reale Resonanz

Solche Angebote dürften Sehern, die während „CSI“ und „Tatort“ einschlafen, sehr gelegen kommen. Wenn dann der abendliche Chipsverzehr pikant garniert wird mit prickelnden Dokumentationen und aufregenden Filmen rund um digitale Krisenzentren, sind manche Betrachter garantiert in ihrem Element. Vor allem jene, die Horrorfilme oder Kriminalromane so spannend finden wie tropfende Regenrinnen. Für diese Personen gibt es eben eine Alternative: True Crime hat sich zum Medienhit entwickelt.
Bei solchen Formaten geht es nicht um mehr oder minder ausgeprägte Fantasieprodukte, sondern um reales Grauen und Verbrechen. Serienkiller, Raubzüge, ungesühnte Taten, historische Coups, düstere Legenden, unfassbare Ereignisse, Opfer und Ermittler stehen im Zentrum von Stories, die das Blut in den Adern gefrieren lassen. Der ultimative Alptraum wird für Fernsehen, Print oder Internet deftig aufbereitet in das traute Heim geliefert. Dort können die Empfänger nach Herzenslust losbibbern, denn an Gelegenheiten für Adrenalinschübe herrscht kein Mangel. Das alles passiert frei nach dem neuen medialen Spaßgesellschafts-Motto: Fürchten ist Fun. Hinter jenem Magnetismus des Negativen ortet Kai Uwe Weidlich, Psychologe und Geschäftsführer des Medien Instituts Ludwigshafen, aber gleichzeitig noch eine Art Lebenshilfe: „Solche Formate bieten Informationen über Verbrechen, die den Leser unterstützen, sein Dasein sicherer zu gestalten. Der Konsument kann miträtseln, wer der Täter war und welche Motive es gab. Begünstigt wird dies durch das Wissen, dass es sich um reale Geschichten handelt.“

 

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Bildcredit: ORF