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(c) Pixabay

Die Datenkrake

Die Vorlieben ihrer Nutzer sind den meisten Streamingdiensten bestens bekannt. Auskunft darüber geben sie aber nur in leeren Floskeln.

Von Thomas Langer

Streamingdienste wie Netflix, Flimmit oder Amazon Prime werden vor allem bei jungen Leuten immer beliebter. Denn die Auswahl der Filme und Serien ist enorm. Netflix hatte Ende 2018 nach eigenen Angaben bereits 139 Millionen zahlungswillige Kunden. Für den Abschluss eines Abonnements muss man bei Netflix und Amazon Prime mindestens 18 Jahre alt sein, bei anderen Streamingdiensten gibt es laut den Nutzungsbedingungen keine Altersbeschränkung. Die Streamingdienste speichern dafür aber nicht nur die persönlichen Informationen, die man bei der Anmeldung bekanntgeben muss. Sie registrieren jeden Film oder jede Serie, die man sich anschaut. Dadurch ist es Netflix und anderen Diensten möglich, ein komplettes Nutzungsprofil für jeden einzelnen User zu erstellen. Dabei wird genau aufgezeichnet, wie lange, zu welcher Zeit und in welcher Weise ein Programm angeschaut wird. Laut Internet-Ombudsmann Thorsten Behrens (Watchlist Internet) merkt sich der Dienst sogar, wenn man beispielsweise eine Bettszene zurückspult und sie sich ein zweites Mal anschaut. Alle diese Daten werden dazu genutzt, dem User die Filme und Serien gezielt nach seinem Geschmack vorzuschlagen. Bei allen Streamingdiensten steht jedoch weder in den Datenschutzrichtlinien noch in den Nutzungsbedingungen genau, zu welchem Zweck und wie lange die Daten gespeichert werden. Auch über den Ursprung der Daten werden nur recht undeutliche Informationen bekannt gegeben. Und zwar, dass sie über Cookies geholt werden.

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Bildcredit: pixabay