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Denen von Hornbach fallen immer die irrsten Dinge ein. Da macht Werbe-Fern-Sehen Spaß.

 

Sie sind die Hardcore-Werber. Die Ober-Brutalos. Die, die mit dem Vorschlaghammer Stahlspäne in unser Gehirn treiben. Und damit unsere Ganglien, die Erinnerung, aber auch die Reaktion bis zum „Geht-nicht-mehr“ ausreizen.

Und diesmal ist ihnen wieder ein ganz besonderer Coup gelungen.

Das Geheimnis guter Werbung heißt natürlich Aufmerksamkeit. Es gibt nichts Blöderes, als denselben Schmäh zum hunderttausendsten Mal zu wiederholen. Das ist so wie bei einem guten Witz. Angeblich gibt es von denen ja nur sechs Grundmuster. Also unterscheidet einen gelungenen von einem schlechten Witz, dass der, der ankommt, deshalb funktioniert, weil er kurz, prägnant einerseits ist und andererseits mit etwas Überraschendem praktisch aus der Hüfte geschossen daherkommt. Um das an einem Beispiel zu illustrieren: Ein Betrunkener besteigt den Autobus. Er blickt auf die Sitzreihen vor sich und lallt: „Auf der linken Seiten sind lauter Trotteln. Und auf der rechten Seite sind lauter Männer, die ihre Frauen betrügen.“ Da springt wutentbrannt in der vierten Reihe auf der rechten Seite ein Herr auf und schreit den Betrunkenen an: „Ich habe meine Frau noch niemals betrogen …“ Drauf der Besoffene: „Dann ghearns auf die andere Seitn …“

Wir sehen: Hier ist ein Plot, eine Alltagsszene, etwas leicht Schockierendes, und dann kommt eine unerwartete Wendung, die man so nicht vorausahnen konnte.

Genau dieses Stilmittels bedient sich Hornbach. Seit Jahren. Nehmen wir nur den nackten Heimwerker, der den Berg hinabkullerte. Das Gothic-Mädchen, dessen Haus schwarz angestrichen wird. Oder die Geschichte über das Dorf, dessen Bewohner verlernt haben, ihre Hände zu gebrauchen. Bis eine überdimensionale Nuss mit Werkzeugen auftauchte.

Der neue Spot geht wie folgt: In unberührter Natur stellt der Heimwerker das Gerüst seines Holzhauses auf. Es gilt, nur noch einen Holznagel zu versenken. Dieses Ansinnen sorgt dafür, dass das Gerüst zusammenstürzt und den Heimwerker unter sich begräbt. Dessen auf dem Fahrrad herannahender Sohn beobachtet das Geschehen und bricht in seiner Verzweiflung in Tränen aus. Bis sich plötzlich Bewegung im Trümmerhaufen zeigt, der Kopf des Mannes zum Vorschein kommt und dieser – während er sich Holzstücke aus dem Gesicht klaubt – nicht mehr aufhören kann zu lachen.

 

Die vollständige Story lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

 

Autor: Christian W. Mucha

Bildcredit: YouTube