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Petra Staniek hilft mit Hilfe ihrer Wölfe den Menschen zu sich zu finden

Ob Schamanenkunst, Indianerweisheit, Schnitzeljagd oder Schnapsgläser-Schneepistolenschießen. Je verrückter die Coaching-Methoden, umso bereitwilliger zahlen die Kunden dafür. ED hat sich einige davon angesehen.

 

Zurzeit erlebt das Coaching einen regelrechten Boom und wird, wenn es nach der Einschätzung der meisten befragten Trainer geht, auch künftig noch weiter auf dem Vormarsch sein. Nach dem Motto: „Mein Coach wird’s schon richten“, wird dieser zum Guru unserer Zeit, der auch, wenn er seine bemitleidenswerten Schäfchen gnadenlos zur Sau macht, von ihnen noch immer einen treuen Dackelblick erntet. Das Berufsbild Coaching ist im gesamten deutschsprachigen Raum an keine formale rechtliche Qualifikation gebunden, daher kann sich jede Person als Coach bezeichnen, ohne gegen rechtliche Bestimmungen zu verstoßen, wie das Austrian Coaching Council in einer Aussendung mitteilt.

Die Freiheit der Gewerbeausführung beflügelt offenbar die Fantasie und lässt immer seltsamere neue Coaching-Blüten gedeihen, was jedoch der Nachfrage nach alternativen Trainingsmethoden keinen Abbruch tut. So wie der Glaube an die Astrologie oder an Wahrsagerei gerade in Zeiten von Krisen einen überproportionalen Zuwachs erfährt, so sind auch die Coaches derzeit nicht gerade von einer allgemeinen Geschäftsflaute betroffen. Geschäftstüchtig ist, wer in der Coaching-Welt verrückter ist als die anderen. Egal ob die Einsamkeit eines Schlosses oder die Sturheit eines Esels, alles ist möglich, solange der Konsument dafür zahlt.

 

Esel und Wölfe

Das Training mit Pferden, Hunden, Eseln oder Lamas soll nicht nur richtiges Führungsverhalten vermitteln – sondern auch den Weg zu sich selbst ebnen. Tiere sind ein Kompass zur Seele und lassen sich nur durch authentisches Verhalten anleiten, wissen die Experten. Ist jedoch ein Mensch nicht bei sich, so wird er es nicht schaffen, mit dem Tier erfolgreich zu kommunizieren. Ein Nein ohne innere Überzeugung mag vielleicht beim Umgang mit untertänigen Kollegen funktionieren, ein Esel jedoch wird sich nicht davon beeindrucken lassen, weiß Petra Krejci, die Eselflüsterin aus Niederleis in Niederösterreich (www.petra-krejci.com).
„Wenn der Mensch nicht authentisch ist oder wenn man nicht bei sich ist, reagiert der Esel nicht auf die Befehle, sondern wird demjenigen eher den Rücken zukehren und Gras fressen“, so Krejci. Die Teilnehmer des Esel-Coachings sprechen von sehr intensiven Erfahrungen. Gedanken, die man irgendwann verdrängt hat, kommen wieder hoch. Manche Teilnehmer fühlen sich wieder wie ein Kind, und nicht selten kommt es zu Tränen, weil frühe Kindheitserlebnisse neu erlebt werden. „Es ist so, als ob der Esel auf einen Knopf drücken würde und sich plötzlich etwas löst.“ Oft reicht eine Berührung des Eselfells, und unterdrückte Gefühle dürfen fließen, erzählt sie.

 

Die vollständige Story lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

 

Autor: Christian Sec

Bildcredit: Petra Staniek