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Vieles wurde schon versucht, um dem Mediensterben entgegenzuwirken. Etablierte Medien kämpfen mit rückläufigen Abonnentenzahlen und sinkenden Werbeeinnahmen. Neue Medienprojekte suchen ihr Heil in Crowdfunding und Mäzenen.

 

In gewisser Weise ist es schon bestürzend, wie wenig den Medienhäusern in den letzten gut 20 Jahren eingefallen ist, um auf das veränderte Konsumverhalten der Nutzer zu reagieren. Konventionelle Inserate, als Banner platziert, scheitern an der geringen Akzeptanz für Online-Werbung dieser Art. Dieses Akzeptanzproblem ist freilich – durch übertrieben aggressive Werbeformen in der Anfangszeit des Online-Booms – hausgemacht. Bezahlschranken haben sich zumindest im deutschsprachigen Raum (noch) nicht durchgesetzt. Die Medien stecken somit in einer paradoxen Situation: Einem gesteigerten Informationsbedürfnis seitens der Nutzer stehen sinkende Umsätze gegenüber. Die Abonnentenzahlen sinken und mit ihnen die Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft. Dabei steigen die globalen Werbeausgaben stetig an. Darüber freuen sich aber vor allem die großen digitalen Player: Facebook und Google teilen 84 Prozent der gesamten Ausgaben für Online-Werbung unter sich auf. Internet-Konzerne wie Facebook und Google haben das unverschämte Sammeln von Nutzerdaten zum Geschäftsmodell gemacht – und das zahlt sich am digitalen Werbemarkt aus.

Ein nachhaltig erfolgversprechendes Alternativmodell zum fröhlichen Ausspionieren der eigenen Nutzer konnte bisher noch nicht gefunden werden. Das bringt all jene in eine Zwickmühle, die aufgrund ethischer Bedenken oder aus Scheu vor dem technischen Aufwand darauf verzichten wollen. Wenn sich journalistische Inhalte nicht auf herkömmliche Weise monetarisieren lassen, dann müssen andere Finanzierungsmodelle gefunden werden. Modelle, in denen journalistische Güte nicht der Klickanzahl untergeordnet werden soll, in denen nicht für die immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne der digitalen Leserschaft geschrieben wird.

 

Die Macht der Vielen

Einige Medienprojekte vertrauen auf Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter, um das Kapital des Schwarms zu bündeln und ihre Unternehmungen zu finanzieren. Andere werden von freigiebigen Großspendern unterstützt oder von gemeinnützigen Stiftungen wirtschaftlich abgesichert.

Im deutschsprachigen Raum dauerte es vergleichsweise lange, bis sich Medienprojekte an diese neuen Finanzierungsformen wagten.

 

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Autor: Rainer Kienböck

Bildcredit: Anibal/stock.adobe.com