Skip to content. | Skip to navigation

 

Wer sich in der Heimat souverän auf dem Business-Parkett bewegt, kann in fremden Ländern allzu oft ausrutschen. Was in Österreich selbstverständlich ist, ist in manch anderer Ecke der Erde ein absolutes No-Go. Hier die wichtigsten Regeln, um Irritationen bei geschäftlichen Meetings zu vermeiden.

 

USA

In den Vereinigten Staaten ist es durchaus üblich, die Hände zu schütteln – genauso wie bei uns. Allerdings nur beim ersten Treffen, später wird es oft unterlassen. Wichtig ist hier auch die Anrede. Auf Titeln sollte man dagegen nicht bestehen. Im Gegenteil: Für die Ansprache des Geschäftspartners genügt zumeist der Vorname. Kennt man den nicht, dann empfiehlt sich die Anrede mit Sir oder Madam. Die Kleidung sollte konservativ und korrekt sein. Für Damen gilt: Weniger ist mehr, was vor allem das Make-up betrifft. Und so wenig Haut wie möglich ist gefragt – Strümpfe sind also Pflicht. Tabu ist die Kritik am Präsidenten und Gespräche über Sex, Rauchen und Alkoholmissbrauch.

 

China & Japan

In diesen Ländern sind die Farben Schwarz und Weiß Ausdruck der Trauer. Darauf sollte auch beim Businessoutfit geachtet werden. Ansonsten jedoch ist die Wahl der Kleidung relativ entspannt. Bei Meetings werden gerne die Hände geschüttelt, Geschäftsfrauen werden allerdings oft ignoriert und keinesfalls vor den Männern begrüßt. Die Asiaten legen zudem größten Wert auf Pünktlichkeit, Höflichkeit und Geduld. Konfrontationen oder ein klares Nein sollten vermieden werden. Wichtig ist auch, dass nur gleichrangige Geschäftsleute miteinander verhandeln. Tabus: Küssen in der Öffentlichkeit und Gespräche über die chinesische Revolution.

 

Arabische Länder

Hier sind die Bekleidungsvorschriften sehr formell. Frauen wird abgeraten, figurbetonende Kleidung zu tragen. Tops, kurze Röcke oder ähnliche Kleidungsstücke, die den Blick auf die Haut der Trägerin freigeben, sind ebenfalls verpönt. Untereinander tauschen Araber zwar Küsse aus, mit Ausländern ist das jedoch nicht üblich. Wichtig sind bei der Anrede die Titel. Darauf wird hier viel Wert gelegt. Für ausländische Geschäftspartner gebietet es zudem die Höflichkeit, immer darauf zu warten, begrüßt zu werden und nicht umgekehrt. Bei den Mahlzeiten sollten die Speisen keinesfalls mit der linken Hand genommen werden. Absolute Tabus sind alkoholhältige Gastgeschenke oder die Kritik am Herrscherhaus bzw. dem Islam.

 

Skandinavien

Im Norden werden bei der Begrüßung gerne die Hände geschüttelt, und die Vorstellung erfolgt mit vollem Namen. Die Kleidung ist bei Geschäftsmeetings zwar klassisch, aber allzu konservativ muss es nicht sein. Und – absolute Pünktlichkeit wird erwartet. Natürlich gibt es auch in skandinavischen Ländern Tabus. So sollte etwa das Thema Walfangprobleme besser nicht angeschnitten werden.

 

Großbritannien

In Großbritannien gibt es zwar einen Handschlag, allerdings nur zum Kennenlernen. Die Geschäftspartner werden mit Mister, Misses oder Miss und ihrem Nachnamen angesprochen. Viel Wert wird auf formelle Kleidung gelegt und Pünktlichkeit ist Pflicht. Kritik am Königshaus oder Humorlosigkeit ist ein absolutes No-Go. Genauso sieht man es nicht gerne, wenn zu detaillierte Fragen – besonders puncto Beruf oder Geschäftstätigkeit – gestellt werden. 

 

Russland

Bei Businessterminen sollten politische Themen keinesfalls angeschnitten werden. Auch ein direktes Verneinen ist hier nicht angesagt, allerdings sollte man nicht zu kompromissbereit sein. Denn das gilt in Russland als Schwäche. Kurzum – eine Gratwanderung, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Die Verhandlungen dauern in der Regel sehr lange und enden zumeist bei einem gemeinsamen Essen.

 

Türkei

Auch bei Geschäftsterminen sind die Türken äußerst gastfreundlich. Sie bestehen darauf, die Rechnung zu übernehmen. Möchte man selbst bezahlen, wird das sehr negativ aufgefasst. Wichtig sind in diesem Land die Hierarchien. So werden Entscheidungen fast immer vom Chef des Unternehmens getroffen. Bei den Meetings selbst wird viel Wert auf die Kleidung und ein gepflegtes Äußeres gelegt.

Bildcredit: Pixabay