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Francisco Tarrega: Fast 100 Jahre nach seinem Tod wird eine seiner Melodien durch Nokia weltbekannt

 

Die Musik ist oftmals das Salz in der Suppe einer Kampagne. Um sich die teuren Lizenzgebühren für bekannte Songs zu ersparen, gibt die Werbeindustrie immer öfter billigere Kopien in Auftrag. Daraus hat sich ein neuer Industriezweig entwickelt.

 

Der Nokia-Klingelton war wohl jahrelang die am häufigsten gehörte Melodie weltweit. Im Jahre 2010 soll der Klingelton laut den Angaben von Wikipedia weltweit 20.000 Mal pro Sekunde ertönt sein. Das akustische Erkennungszeichen von Nokia wurde jedoch nicht eigens komponiert, sondern der Komposition „Gran Vals“ des Spaniers Francisco Tarrega, der 1909 verstarb, entnommen.

Durch die Tatsache, dass der Tod des Latino-Gitarrenmeisters mehr als 70 Jahre zurücklag, war das Stück zum Allgemeingut geworden und ersparte dem finnischen Mobiltelefonhersteller all die Schwierigkeiten und Kosten eines Lizenznehmers.

Während Nokia die Lizenzierungsproblematik elegant umschiffen konnte, wird jedoch vielerorts bei der Kreation von Werbemusik an der Grenze der Urheberrechtsverletzung herumgewerkelt und diese auch oftmals – wenn nicht rechtlich, dann sicherlich moralisch – übertreten. Man wähle einen bekannten Popsong, verändere ein paar Noten in der Melodie, und schon ist ein sogenanntes Soundalike geboren.

 

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Autor: Christian Sec

Bildcredit: Adobe Stock