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Ein Fehlersuchbild, sinnbildlich für den Wandel der deutschen Medienszene: Die Berliner Morgenpost hat Axel Springer vor wenigen Jahren an die Funke Mediengruppe abgegeben

 

Wie steht es um die deutsche Medienszene? Die großen Medienhäuser stehen wirtschaftlich recht stabil da und bauen ihre Marktmacht durch Übernahmen immer weiter aus. Wie lang das noch so bleiben wird, kann keiner genau sagen.

 

Ein Blick auf die deutsche Medienlandschaft ist eine paradoxe Angelegenheit. Einerseits muss man sich mittlerweile mit viel weniger verschiedenen Protagonisten auseinandersetzen und weniger Bilanzen durchwälzen, andererseits lassen sich aus den Ergebnissen der Recherchen immer weniger konkrete Schlüsse ziehen.

Die großen Verlage und Medienkonzerne sind auf Konsolidierungskurs, die meisten von ihnen legen weiterhin Redaktionen zusammen und sind auf Sparkurs. Zugleich breiten sie sich immer weiter aus und bauen ihre Marktdominanz aus, indem sie sich jene Konkurrenten einverleiben, bei denen selbst radikale Umstrukturierungen nichts gebracht haben.

Wie viel noch gespart werden kann, ist unklar. Große Mediengruppen wie etwa die Essener Funke Mediengruppe oder die Kölner DuMont Mediengruppe haben ihre Redaktionen bereits dermaßen zurechtgestutzt, dass weitere Einsparungen kaum vorstellbar sind. Die Redaktionen der Regionalblätter, die sich mittlerweile fast vollständig im Besitz der großen Verlage befinden, bestehen meist nur noch aus Rumpfteams, die sich auf lokale Themen beschränken.

Im Großen und Ganzen geht es den deutschen Printmedien also nicht anders als ihren Pendants im Rest der Welt: Die Auflagen- und Leserzahlen sind rückläufig, damit einhergehend auch die Werbeeinnahmen. Der TV-Werbemarkt ist heiß umkämpft und stagniert bestenfalls – auch darin unterscheidet sich Deutschland kaum vom Rest der Welt. Im digitalen Raum, dort wo die Werbeumsätze jährlich immer weiter steigen, streifen die großen US-Konzerne den Großteil des Geldes ein und machen ordentlich Gewinn. Freilich ist auch das kein exklusiv deutsches Phänomen.

 

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Autor: Rainer Kienböck

Bildcredit: SammyZimmermanns (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Axel_Springer_Gebäude_und_Logo.JPG), https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode