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Eine stabile Marktentwicklung und eine stetig wachsende Aufgabenpalette bestimmen weiterhin die Arbeit der heimischen PR-Agenturen. Nach dem Nationalratswahlkampf müssen sie aber wieder einmal ihren Ruf als seriöse Branche verteidigen.

 

Der Public Relations Verband Austria (PRVA) sah sich während des Nationalratswahlkampfes veranlasst, als Interessenvertretung der österreichischen PR-Branche festzuhalten, dass die „im Zuge des Wahlkampfs bekannt gewordenen unethischen und teilweise illegalen Online-Aktivitäten selbst ernannter ‚PR-Berater‘ nichts mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit zu tun haben.“ Derartige äußerst fragwürdige Praktiken würden sowohl der Kommunikationsbranche als auch der Gesellschaft und der Demokratie schaden, betonte PRVA-Präsidentin Julia Wippersberg.

Der Wahlkampf wurde danach vom PR-Ethik-Rat auf Verstöße gegen den Kodex für digitale Kommunikation analysiert. Das Resümee: mangelnde Absendertransparenz, Vernachlässigung der Verpflichtung zu fairer und respektvoller Kommunikation, mangelnde Einhaltung journalistischer Prinzipien sowie unzureichende Verantwortung bei Social Media-Auftritten, sowohl von Seiten der Arbeitgeber als auch teilweise bei der beteiligten Agentur bzw. den beteiligten Umsetzern.

Dem Online-Kodex des österreichischen PR-Ethik-Rats wurde übrigens im Oktober vom internationalen Public Relations-Verband ICCO der Status als „Global Recommendation Paper“ zuerkannt. Alle ICCO-Mitglieder – 39 nationale PR-Verbände und mehrere globale Netzwerk-Agenturen – sind damit angehalten, sich in ihren Online-Aktivitäten an der österreichischen Unterlage zu orientieren und darauf basierend Guidelines für digitale Kommunikation zu formulieren.

 

Schwarze Schafe

Die meisten Agenturchefs sehen ebenfalls einen Imageschaden durch die Ereignisse im Wahlkampf. „Natürlich reißt es uns kurz beim Morgenkaffee, wenn ein Herr Silberstein und Konsorten in Medien als ‚PR-Berater‘ tituliert werden“, meint etwa Susanne Hudelist, Geschäftsführerin ikp Wien. „Aber schießen wir jetzt mal nicht mit Kanonen auf Spatzen. Die zwei, drei schwarzen Schafe machen nur einen winzigen Teil unserer Branche aus und sind insbesondere in der Politikberatung angesiedelt, die wir bei ikp gezielt nicht anbieten. Direkt betroffen oder verunglimpft fühlen wir uns deshalb nicht.

 

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Autor: Josef Sommer

Bildcredit: Adobe Stock