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Jahr für Jahr gehen namhafte Druckereien in Konkurs, die Branche moniert über dominierende Onliner und Medienexperten sehen das gedruckte Wort wieder im Aufschwung. Ein Schrödinger Paradoxon – Print ist „tot“ und „lebendig“.

 

Selten lagen Prognosen im Bezug auf die Druckbranche derart weit auseinander. Am 19. Mai fand der erste Druck & Medienkongress Österreichs im Linzer Schlossmuseum statt. Dort vertretene Sprecher aus der Druck-, Medien- und Kommunikationsparte erklärten den über 160 anwesenden Unternehmern die Chancen der Digitalisierung und der durch Hass-Postings und Fake-News verursachten Online-Krise. Zukunftsforscher Matthias Horx, der als Keynote Speaker in Linz auftrat, sprach sogar von der Rache des Analogen und dem Megatrend hin zu greifbaren Printprodukten. Die jungen Digital-Natives, die mit Smartphones aufgewachsen sind, würden in den nächsten Jahren ihre Lust auf Facebook & Co deutlich reduzieren und durchaus auch wieder Bücher lesen. Gleichzeitig bezog sich Horx auf stagnierende bis rückläufige Online-Aktivitäten. So hätten E-Books in den USA mit 25 Prozent Marktanteil einen vorläufigen Zenit erreicht und seien damit deutlich unter den Erwartungen von Experten zurückgeblieben. „Je höher die Informationsflut, desto wichtiger werden Printmedien, die Orientierung stiften und Vertrauen schaffen“, rundete Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbandes Österreichische Zeitungen (VÖZ), den Gedanken ab.

 

Lust auf Gedrucktes

Gerald Watzal, Präsident des Verband Druck & Medientechnik nimmt die Druckereien in die Pflicht: „Gedruckte Information bietet einen Anker, weil sie von den Konsumenten hochwertiger wahrgenommen und stärker mit Qualität und Glaubwürdigkeit assoziiert wird als Online-Information. Es liegt an uns Druckereien, dass wir Lust auf Gedrucktes machen.“ Der gebotene Anker zeichnete sich in den vergangenen Jahren allerdings vermehrt durch sein schier untragbares Gewicht aus, das viele einst sehr seetüchtige Schiffe mit in die Tiefe zog. So schlitterte 2014 die Druckerei Fischnaller in die Insolvenz – 2016 erwischte es die Druckerei Theiss.

 

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Autor: Philipp Ratky

Bildcredit: industrieblick / Fotolia