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Altertümlich, vergangene Zeiten: Schlagwörter, die gerne mit dem Medium Radio verbunden werden. Dabei setzt es gerade wieder zu neuen Höhenflügen an.

 

Wir leben in einer Zeit der Umwälzungen. Viel wird diskutiert über die Transformation der Medien. Im Fokus: Print, Online und TV. Doch ein Medium kommt praktisch gar nicht vor: Radio. Vielleicht, weil es da nicht viel zu sagen gibt – das Medium überlebt immer. Der Blick in den aktuellen Radiotest offenbart, dass das klassische Radio trotz alternativer Webradios einen wichtigen Bestandteil des Tagesablaufes darstellt. So lauschten die Österreicher ab 10 Jahren 2016 dem Geschehen aus dem Äther 184 Minuten. Am Tag. Um vier Minuten mehr als noch im Jahr zuvor. Apropos Radiotest: Nach dem Wirbel um die gefälschten Zahlen Anfang 2016 kehrt man langsam wieder in ruhigeres Fahrwasser zurück. Die Jahre ab 2011 wurden neu untersucht und liegen bereits alle mit den berichtigten Zahlen vor. 

Währenddessen geht’s aber schon um die Zukunft: digitales Radio. Nach dem Feldversuch ist es nun soweit: Die Lizenzen sind ausgeschrieben. Die Zuwendung zu DAB+ ist unter den Radiomachern aber nicht ungeteilt. Größtes Problem sind wohl die Empfangsgeräte, die noch keine wirkliche Verbreitung gefunden haben. „Sowohl UKW als auch DAB+ haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile“ fasst Energy-Geschäftsführer Alexander Wagner die Stimmung zusammen. „Wir freuen uns über den Start von DAB+ 2018 und hoffen, unser äußerst erfolgreiches Programm in Zukunft bei allen Österreichern im Radio empfangbar zu machen“, legt er sich fest. Auch Wolfgang Struber von Radio Arabella setzt auf die digitale Zukunft. Mehr Platz, mehr Services, Special Interest-Angebote – und das zu langfristig reduzierten Verteilkosten und ohne Zusatzgebühren für Hörer und Sender – seien nur einige der Vorteile der neuen Technologie. Wenn das Radioangebot dann da ist, würden auch die Endgeräte Verbreitung finden. Umgekehrt dagegen die Meinung von 88,6-Chef Ralph Meier-Tanos. Der Sender stehe DAB+ durchaus neutral gegenüber, sehe aber keine Veranlassung für Schritte in diese Richtung, solange nicht Bewegung in den Endgerätemarkt komme. Die Strategie von Ö3 und KroneHiT bleibt dagegen UKW. Die setzen ihre Erwartungen eher in das Streaming, wie sie gegenüber ExtraDienst (ED 10/2016) ausführten. Radio könne man ganz leicht online verbreiten. Also werden die beiden Großen erst einmal außen vor bleiben und sich die Sache ansehen. DAB+ bietet so allerdings eine Chance für Newcomer, in den Markt einzusteigen.

 

Die vollständige Story lesen Sie in der aktuellen ED-Print-Ausgabe!

 

Autor: Ulrich Bentz

Bildcredit: konradbak/fotolia