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Klein, praktisch, gut: Der Handel forciert weltweit die allseits gelobte kundenbindende Wirkung von Apps. In Österreich zeigen sich viele Unternehmen aber noch zurückhaltend.

 

Der Sprung vom Möbelhaus in die gelebte Wohnpraxis kann befremdliche Überraschungen bringen. Wenn der teure Tisch mit Bauernstuben-Flair daheim plötzlich doch wie ein Design-UFO wirkt, ist Ärger vorprogrammiert. Der Griff zum richtigen Programm kann die möglicherweise folgenden Streitigkeiten mit dem Partner vermeiden: Mit Hilfe von „Ikea Place“ lassen sich Objekte der Begierde vorerst nur virtuell im trauten Heim platzieren, damit der Verbraucher die Wirkung zumindest abschätzen kann.

Bei ästhetischer Zufriedenheit muss auch die Marke nicht fürchten, dass ein verärgerter Kunde bei der Konkurrenz einzieht. Die App bietet jedenfalls Prophylaxe gegen Unbill aller Art: Der User sieht Sofa, Sessel und Couchtisch dreidimensional und maßstabsgetreu. Dadurch wird deutlich, welchen Eindruck der Einrichtungsgegenstand in der Wohnung hinterlassen könnte. Die Software skaliert Produkte automatisch abhängig von den Raummaßen mit einer Genauigkeit von 98 Prozent, verspricht Ikea. Die Technologie soll so präzise sein, dass selbst die Textur der Materialien plus Licht- und Schattenfall zu erkennen sind.

Zusätzlich lassen sich gemäß dem im Social Media-Zeitalter unvermeidbaren Hausbrauch Fotos oder Videos mit Freunden teilen. Natürlich besteht außerdem die Möglichkeit, bei allfälligem Gefallen oder auf Zuspruch der Community hin die Ware direkt online zu kaufen. An der Menge dürfte dieser Elektro-Sehtest kaum scheitern: Mehr als 2.000 Produkte sind verfügbar über die kostenlose App, für deren Einsatz der Nutzer bloß seinen häuslichen Fußboden scannen, ein Produkt wählen und dieses anschließend im digitalen Raum platzieren muss.

 

Smarte Programme

Weltweit hat sogar ein mittlerer Boom eingesetzt, seit die Strategen erkannt haben, dass hier mehr drinnen ist als elektronischer Füllstoff für Handys: Solche Programme sind bestens geeignet für die smarte Kundenbindung auch im Handel, trommeln Berater schon seit geraumer Zeit. Von der Ausgangsbasis her klingen solche Jubel-rufe logisch: Smartphones erfreuen sich einer fast flächendeckenden Verbreitung und gelten als Fernbedienung des Lebens, die manche Menschen gar nicht mehr aus der Hand legen.

 

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Autor: Christian Prenger

Bildcredit: wogibtswas.at