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Steigender Druck, hohe Geschwindigkeit: Journalisten müssen heute im Job noch mehr Vollgas geben. Digitale Recherchetools könnten das Berufsleben aber erleichtern.

 

Es klingt nach einem Beschleuniger für die tägliche Arbeit. „x.news“ lautet der Name jenes Recherche-Systems, das Journalisten zahlreiche Gelegenheiten offeriert, im Job Nerven zu sparen. Denn mit diesem Tool lassen sich unterschiedliche Quellen quasi in Echtzeit verfolgen und relevante Informationen finden, die der fleißige Sammler mit Kollegen teilen kann. Egal ob Agenturen, Social Media, Web oder interne Quellen – der Helfer des Unternehmens x.news information technology soll Medienmenschen jetzt einen kompakten Zugriff auf zahlreiche Daten ermöglichen.

Das vollmundige Versprechen der Verantwortlichen aus dem Südburgenland dürfte der berichtenden Community gefallen: Journalisten haben durch die Verwendung dieses Mini-Newsrooms die große Chance, effizienter an Stories arbeiten zu können, da sämtliche Infoquellen übersichtlich auf nur einem Screen zugänglich sind. Damit soll alles künftig einfacher werden – zumindest in der Theorie. Am finanziellen „Njet“ der Verlagsleitung wird die Anschaffung dieser Stressblockade auch kaum scheitern. Pro Benutzer fallen monatlich 30 Euro an, zu den Kunden zählen bisher unter anderem Red Bull Media House oder Radio France.

Damit erreicht die Digitalisierung den Journalismus auch auf andere Art und verstärkt in Richtung Convenience. An der Entwicklung dieses Techno-Unterstützers beteiligt war ebenfalls der ehemalige BBC-Mitarbeiter Simon Andrews: „Als Reporter kannte ich die Tücken natürlich sehr gut, mit denen man zu kämpfen hat: Zu viele verschiedene Informations-Quellen und viele Monitore. Mit x.news ist aber nur ein Bildschirm und ein User-Interface erforderlich. Der Anwender kann sich damit nur voll und ganz auf das beschränken, was ihm Spaß macht – seine Geschichte.“

 

Mehr Geschwindigkeit im Job

Sollte der Fun-Faktor trotzdem eher gering sein, weil gerade wieder ein Stellenabbau im Verlag droht oder das betreffende Thema für die kommende Ausgabe ungefähr so unterhaltsam ist wie trockenes Brot von gestern, bleibt eine tröstliche Erkenntnis: Journalisten stehen immer mehr solcher digitalen Tools zur Verfügung, die das redaktionelle Recherche-Leben nachhaltig erleichtern sollen. Anbieter verheißen jedenfalls mehr Geschwindigkeit bei der Arbeit, mehr Komfort und verringerte Wege hin zum Endresultat. Letztlich soll damit die Datenbasis aussagekräftiger werden und damit wesentlich besseres Material liefern.

 

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Autor: Christian Prenger

Bildcredit: baranq/fotolia.de