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„Molti“ flimmert heute als Superheld für Möbelix über heimische TV-Geräte

TV-Stars von gestern

 

Die Liste jener, die durch das Fernsehen über Nacht berühmt wurden, ist lang. Durch Reality-Shows und diverse Casting-Shows gewähren sie uns tiefe Einblicke in ihren Alltag. Bewegen, berühren, ja verärgern uns auch manchmal. Doch viele verschwinden ebenso schnell in der Versenkung, wie sie es auf die große Showbühne des Lebens geschafft haben. Oder zerbrechen schlicht an ihrem rapiden Erfolg.

Ein Blick auf einstige TV-Formate genügt, um zu erkennen, dass hierzulande so manch erloschenes Fernsehsternchen unter uns weilt. Angefangen bei den ATV-Sendungen „Saturday Night Fever“ oder „Guido sucht das Glück“. Beide Formate brachten Tausende Zuseher vor ihren Fernsehgeräten zum Lachen. Vielleicht auch hin und wieder zum Weinen. Die bekanntesten Gesichter der genannten Sendungen sind sicherlich jene von Michael Moltinger („Molti“), Tara Tabitha und Guido Maderthaner. Nachdem ihre Sendungen abgesetzt wurden, fanden die Namen der einstigen Publikumslieblinge aber nur mehr selten den Weg in die heimische Berichterstattung. Dabei gab niemand von ihnen den Traum von einem Leben voller Glanz und Glorie auf.

„Molti“ versuchte sich nur kurze Zeit nach seinem medialen Aufstieg als Mannequin bei der Puls4-Sendung Austria’s Next Topmodel. Den Sieg konnte er zwar nicht erringen, Bilder seines Sixpacks postet er auf seinem Facebook-Profil mit knapp 30.000 Likes aber dennoch regelmäßig. Zuletzt war „Molti“ in einem Superhelden-Kostüm der Möbelix-Werbung zu sehen. Der Heldenstatus blieb ihm also erhalten.

Tara führt heute ein Jetset-Leben. Sie stellt sich ihren knapp 60.000 Facebook-Fans als Reality-TV-Star/It-Girl vor und pendelt zwischen Wien, London und Los Angeles, um mitunter einen Exfreund der Kardashian-Schwestern zu daten. Schließlich hat sich die Hollabrunnerin mit selbstbewusstem Auftreten inzwischen über Sager wie „Ich weiß schon, dass ich mich anziehe wie eine Hure, aber ich zeig mich halt einfach gern“ hinausentwickelt. Heute wird der Champagner nicht mehr in der Lugner City, sondern mit Star-DJ Afrojack in Cannes gekippt. Auch optisch hat Tara eine erstaunliche Entwicklung hingelegt.

Äußerlich unverändert zeigt sich Guido. Auch seinen für ihn typischen Tanz und den klingenden Spruch „Oh Yeah!“ hat er nicht abgelegt. Seit seiner Trennung von ATV versucht er sich daran, als Internet-Star durchzustarten. Aktuell steht Guido bei rund 12.000 Facebook-Likes. Musikvideos wie „Eskalation“ mit 121.000 Klicks sollen diese Zahl nun nach oben schrauben. Zu seinem Werdegang und den damit einhergehenden Hürden sagt er gegenüber ExtraDienst: „Nicht die Arbeit, sondern mit der Bekanntheit zu leben, ist die wahre Kunst.“ Wer mit der „Tanzlegende“ in Kontakt treten möchte, kann dies täglich unter einer 0900er-Hotline für lediglich 2,17 Euro die Minute oder ab 10. Mai im Stadionbad tun. Dort jobbt Guido dann nämlich als Bademeister. „Oh Yeah“.

Bildcredit: XXXLutz