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Diskussion beim Mediengipfel

 

Europäischer Mediengipfel

 

Wieder stand Lech am Arlberg im Zeichen des Europäischen Mediengipfels. Nach der Eröffnung durch Turner International-Präsident Gerhard Zeiler wurde als Highlight der Veranstaltung der unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfindende Besuch der deutschen Rechtsanwältin Seyran Ates gewertet. Als Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin setzt sich Ates vor allem für mehr Liberalismus und Frauenrechte in islamischen Gesellschaften ein. „Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Akzeptanz dafür, dass Menschenrechte für alle gelten“, so Ates im Gespräch mit ARD-Korrespondentin Susanne Glass. Der europäischen Identität schreibt sie dabei einen sehr hohen Stellenwert zu – für Menschen mit Migrationshintergrund sei es schließlich um einiges einfacher, sich zu Europa zugehörig zu fühlen als zu einem einzelnen Staat.

Der nächste Tag rückte die Presse in den Fokus: Rainer Nowak (Chefredakteur Die Presse) bat Julian Reichelt (Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen) zur Pressestunde. „Ich habe in den letzten drei Jahren die Situation in Aleppo hautnah journalistisch miterlebt“, berichtete der ehemalige Kriegsberichterstatter Reichelt. Als Grund für die vielen Missstände der Welt sieht er unter anderem ein fehlendes Bewusstsein der Politik für falsche Entscheidungen. Den Abschluss bildete der Internationale Presseclub. Der langjährige Medienmanager, Journalist und Berater Markus Spillmann diskutierte mit Paul Flückiger (Korrespondent in Warschau im Netzwerk von weltreporter.net), Inga Rogg (Türkei- und Nahost-Korrespondentin NZZ und NZZ am Sonntag) und Pascal Nufer (SRF-Korrespondent für China) über die aktuellen erschwerten Bedingungen im Journalismus.

Bildcredit: pro media kommunikation gmbh/APA-Fotoservice/Lechner