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Wolfgang Fellner mit Niki Fellner

Er sieht sich als internationaler Vorreiter in der Verlagsbranche und poltert lustvoll gegen den ORF: Wolfgang Fellner über sein erstes Jahr als TV-Macher, die Konkurrenz und seine Crux mit dem Öffentlich-Rechtlichen.

 

ED: Reden wir über den Start von KurierTV...

Wolfgang Fellner: Das habe ich noch nie angesehen, muss ich ehrlich sagen.

ED: Schau TV auch noch nicht?

Fellner: Nein, ich habe keinen Kabelanschluss, sondern Satelliten-TV.

ED: Ist Ihr Sender eine Erfolgsstory?

Fellner: Wir sind sehr zufrieden, dass wir fast den Break Even geschafft haben. Um ehrlich zu sein, fehlen uns noch 200.000 bis 300.000 Euro zur Gewinnschwelle. Aber ich muss Ihnen ja nicht erklären, wie schwer es in diesem Land ist, mehr als vier Millionen Euro an Werbegeldern aufzustellen. Weil wir eine versprochene Förderung nicht bekommen haben, fehlt uns dieser Betrag zum Break Even. Es ist ein Wunder, dass wir trotzdem fast ans Ziel gekommen sind. oe24.TV ist ja ein Start-up, und wir tun uns noch entsprechend schwer. Insbesondere was den Nachweis der Seherzahlen anbelangt, die digital förmlich explodiert sind. In dieser Hinsicht ist in Österreich ja wenig Zahlenmaterial vorhanden. Auf der digitalen Seite können wir derzeit nur Pre-Rolls (Anm.: kurze Werbespots, die vor dem eigentlichen Video-Inhalt geschaltet werden) verrechnen. Wir würden aber auch gerne wissen, wie viele Werbeblöcke gestreamt gesehen worden sind.

ED: Prinzipiell sind Sie aber zufrieden?

Fellner: Ja. Wir haben nach einem Jahr schon 47 Prozent technische Reichweite – das heißt: Jeder zweite Haushalt hat schon oe24.TV. 3,8 Millionen Österreicher können uns schon sehen. Im Anschluss an unser Gespräch kommt sogar der Chef von CNN vorbei, der uns bereits am Telefon Rosen gestreut hat. Bei uns findet derzeit ein richtiger Verlegertourismus statt. Es war der Ringier-Verlag da, der Ähnliches plant, die Bild war da, El País und die New York Post, die Page Six TV gestartet hat. Die haben aus einer Zeitung heraus ein News-TV für Society gemacht. Das heißt, wir haben einen großen Trend losgetreten – Verlage auf der ganzen Welt beginnen, Digital-Fernsehen zu machen.

ED: Macht Ihnen der Start von Kurier TV trotzdem Angst?

Fellner: Nein. Ich habe ja bis jetzt noch nichts von KurierTV mitbekommen. Ich will auch nichts Negatives gegen SchauTV sagen. Es ist ein burgenländisches Kabel-TV, das sehr ambitioniert gemacht ist, aber eben auf dem Level des Burgenlandes. Wir machen etwas völlig anderes – wir machen nationales News-TV mit CNN als Partner. Und das 24 Stunden am Tag.

 

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Bildcredit: Johannes Kernmayer/oe24