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Manch mächtiges Kommunikations-Reptil klappert beim Vorwärtskriechen. Andere blecken die Zähne. Und jeder weiß, dass ihr bösartiges Fauchen niemanden verletzen kann. Und manche schleichen blind durch die Branche. ExtraDienst und seine unerschrockenen Schlangen-Bändiger sprangen für Sie erneut in die Grube.

 

Es war hart, es war spannend bis zuletzt. Durchsetzen konnten sich die alten Haudegen. Die wissen, wie in sich wandelnden Zeiten der Hase läuft. Aber auch der eine oder andere Newcomer hat die Juroren im letzten Jahr beeindruckt. Lesen Sie im großen ED-Kommunikator-Ranking, wer sich zu neuen Höhen aufschwang und wer absackte.

 

Die Branche ist im Wandel. Ja, eh. Wichtiger ist: Das Land ist im Wandel. Da darf man sich nicht zurücklehnen, um in den neuen Zeiten mitzuspielen. Für manche ist das leichter, für andere schwieriger.

Ausgerechnet zwei Prototypen dieser sonst oft dahingesagten Phrase kürten die Branchenexperten, die ExtraDienst mit Rat und Tat zur Seite standen, zu den Top-Kommunikatoren des Jahres 2017.

Auf der einen Seite Wolfgang Fellner. Der mit oe24.TV ein neues Wagnis startete. Zu Anfang belächelt ob des mehr an Garagenfernsehen erinnernden Outputs. Doch er ließ sich nicht unterkriegen. Und setzte noch eins drauf als Talk-Moderator. Hat sich damit selbst eine zweite Karriere geschaffen. Ihm scheint’s Spaß zu machen. Und, siehe Wahlen: Er kriegt alle. Vom Regierungs- bis zum Oppositionschef, vom Society-Star bis zum gefallenen Engel.

Apropos Wahlen: Für Alexander Wrabetz waren sie der Auftakt zum Kampfmodus. Die Regierung macht keinen Hehl daraus, dass sie mit der derzeitigen Verfassung des öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht unbedingt zufrieden ist. Eine Enquete soll dem ORF den Zukunftsweg weisen. Der wohl mit einem neuen Generaldirektor eingeschlagen wird. Wrabetz gibt nicht klein bei. Nützt die Zeit, um seine Vorstellung vom ORF zu zeigen. Stellt sich hinter seine Redakteure – verlangt aber auch lauter nach Aufklärung bei Fehlern.

Fest im Sattel dagegen sitzt Christoph Dichand. Reüssiert vor dem Schweizer Schiedsgericht, steuert sein Schlachtschiff Kronen Zeitung durch den Branchenwind. Dafür gab’s den dritten Platz, gemeinsam mit Rainer Nowak, dem Aufsteiger am Kommunikatorhimmel. Er machte die alte Dame Presse wieder attraktiv und scheint vorgesehen für höhere Weihen.

Auf Platz fünf setzten die Juroren Helmut Brandstätter, der mit Kurier TV noch einmal zum Bewegtbild zurückkehrt. Den Platz teilt er sich mit Markus Mair, dem eloquenten Manager der Styria, der gerade mit Presse und Kleine Zeitung Auflagenhöhenflüge feiert.

Dahinter der Mann, der nach eigenen Worten schon längst als Privatier unterwegs ist: Oscar Bronner. Ex aequo mit Eva Dichand. Die neben Heute auch mit ihren digitalen Produkten reüssierte und demnächst als Rätin an die Uni zurückkehrt. Ebenfalls am siebten Platz landete Post-General Georg Pölzl. Er schaffte es, das Ruder herumzureißen und seinen Konzern fit für digitale Zeiten zu machen.

Gedränge schließlich auf Platz zehn. Dort landete neben Mister Privat-TV Markus Breitenecker VGN-Chef Horst Pirker, der die Gruppe wieder auf Vordermann bringt. Begleitet vom umtriebigen Österreich-Manager Oliver Voigt und dem kongenialen Vermarkter von IP Österreich, Walter Zinggl.

Ein Wort noch zum Schluss: Wer in die Liste aufgenommen wurde, obliegt allein der Entscheidung der MG Mediengruppe.

 

Und hier geht’s zu den Top 50 Kommunikatoren 2017!

 

Autor: Ulrich Bentz

Bildcredit: Conquest