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Kurier-Chef Thomas Kralinger

Re-Design, Wahlsondersendungen, bekannte Gesichter: „Kurier“-Chef Thomas Kralinger über die Pläne mit seinem jüngsten Baby, dem Fernseh-Sender SchauTV. Und das neue Selbstverständnis seines Medienhauses.

 

ED: Herr Kralinger, der Kurier startet jetzt auch als TV-Sender. Aus SchauTV wird Kurier TV. Aber der Start scheint doch ein bisschen sanfter vor sich zu gehen.

Thomas Kralinger: Ja, es ist sicher etwas anderes, wenn man einen Sender neu gründet. Da hat man mehr Freiheiten. Wenn man einen Sender übernimmt, muss man berücksichtigen, was schon einmal aufgebaut worden ist. Der Sender hat eine hohe Markenbekanntheit im Burgenland und eine etwas geringere in Wien und Niederösterreich. Daher haben wir uns entschlossen, „Schau TV“ als Sendermarke zu behalten, aber alle grafischen Elemente zu überarbeiten. Außerdem werden wir die Marke Kurier im Nachrichtenbereich etablieren. Etwa mit den „Kurier-News“ jeden Tag ab 18:30 Uhr und zahlreichen Sonderformaten, wie etwa zur burgenländischen Gemeinderatswahl, den Kurier „Wahl-Talk“ Sendungen oder die Social Media News. Am 15. Oktober werden wir erstmals auf Schau TV eine eigene Wahlsondersendung haben, die wir live aus der Hofburg senden. Zusätzlich setzen wir aber auch auf die Redaktion in Eisenstadt, die viel Erfahrung in der regionalen Berichterstattung hat. Ab nächstem Jahr planen wir eine schrittweise Erweiterung des gesamten Sendungsangebots. Wir sind hier also auf einem guten Weg.

ED: Es drängt sich die Frage auf, weil ja vor einem Jahr auch oe24.TV gestartet ist: Braucht eine Zeitung heute Radio und Fernsehen?

Kralinger: Wir verstehen uns nicht als Zeitungsverlag, sondern als multimedial agierendes Medienunternehmen. Unsere Rezipienten agieren multimedial, und wir werden daher unsere Inhalte auch auf allen Plattformen anbieten. Der Medienmarkt auf der Nutzer-, aber auch der Werberseite fragmentiert sich. Dafür gilt es Angebote zu haben. Der Kurier muss mit seinen qualitativen Angeboten eine Marke auf möglichst vielen Kanälen sein.

ED: Aber jetzt drängt sich die Frage auf: Wie soll sich das finanzieren? Oder geht’s nur mit Subventionen? oe24.TV hat sich im ersten Jahr rund eine Million Euro an Förderung geholt. Machen Sie das auch? Ist das notwendig?

Kralinger: Notwendig… Österreich ist ein kleiner Markt mit vielen Besonderheiten, so etwa auch die besondere Rolle des ORF mit öffentlicher Gebührenfinanzierung von rund 600 Mio. und dem Wunsch, sich am freien Markt unbeschränkt zu bewegen. Der demgegenüber geringe Fördertopf für Privatmedien von 15 Millionen ist ein Element des Marktes.

 

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Bildcredit: Jeff Mangione/Kurier