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Platz 1: Markus Breitenecker, ProSiebenSat.1 Puls 4

 

Jugendlich, flott, nett, der Nachbar von nebenan. So kommt Markus Breitenecker daher. Man sieht es ihm nicht an: das unglaubliche Sendungsbewusstsein. Seinen Willen, österreichisches Programm zu forcieren. Natürlich steht dahinter das zweitgrößte deutsche Privat-TV-Unternehmen. Bei dem Breitenecker in seinen Anfangsjahren in Deutschland seine Sporen verdiente. Aber – es war Markus Breitenecker, der die Deutschen letztendlich überredete, das Werbefenster mit regionalen programmlichen Inhalten aufzustocken. Und damit sein Geschick als Verkäufer mit dem Ehrgeiz des Sendermachers vereinte. Es war Markus Breitenecker, der als eine der treibenden Kräfte hinter Puls TV stand. Es unter dem Namen Puls 4 tatsächlich zu einem österreichweiten Sender mit Potenzial ausbauen konnte. Und im Zuge von Sendungen wie „2 Minuten 2 Millionen“ gleich eine eigene Digitalstrategie aus dem Boden stampfte: Die Etablierung des 4GameChanger-Festivals, einer Bühne für Webstars, einem Hub für Digitalprojekte der Zukunft. Und wie man hört, soll Breitenecker mit seinem Start-up-Konzept nicht schlecht fahren. Ein persönliches Anliegen ist ihm auch die Information, für die er Corinna Milborn gewinnen konnte. Mit Info-Comedy-Formaten wie „Bist du deppert“ schuf er auf Puls 4 eine neue Programmspezies. Doch jetzt zündet er erst einmal die nächste Stufe: Wenn alles glatt geht, wird er demnächst auch die Bühne von ATV bespielen. Wenn nicht die Konkurrenten und damit die Wettbewerbsbehörde dazwischenfunken. Ein gewisses Selbstbewusstsein muss man jedenfalls haben, wenn man überzeugt ist, das Minus, das der Sender über die Jahre eingefahren hat, beseitigen zu können. Da ist Breitenecker genau der Richtige. Aber es gibt auch einen anderen Breitenecker. Einen engagierten, einen sozialen. Der mitmacht, wenn es darum geht, anderen zu helfen. Auch seine TV-Macht zur Verfügung stellt, ohne groß darüber zu reden oder zu debattieren. So war er nicht nur TV-Partner, sondern auch Mitveranstalter des Konzerts „Voices for Refugees“. Seine Puls 4-Redaktion gestaltete zudem einen „Tag der Flucht“, um die Österreicher für dieses Thema zu sensibilisieren. Dass sie damit den Dr. Karl Renner Publizistikpreis holten, war dann aber doch noch eine nette Anerkennung.

Bildcredit: Bernhard Eder