Skip to content. | Skip to navigation

Sie sind zu unserem Markenzeichen geworden. Sie haben den ExtraDienst zu dem gemacht, was er ist: zur führenden Fachzeitschrift der Kommunikationsbranche. Anerkannt. Genau gelesen. Wertgeschätzt.

 

Aber auch gefürchtet. Dafür, dass wir uns nichts dreinreden lassen. Dafür, dass wir uns nicht kaufen lassen. Dafür, dass wir rücksichtslos eine Meinung vertreten, von der wir voraussetzen, dass sie nicht irgendeiner politischen Partei, irgendeiner Gruppierung, irgendeiner Interessensvertretung, irgendwelchen monetären Interessensgruppen, sondern – der Branche dient. Dem sogenannten Gemein-Wohl. Dem, das uns alle verbindet, das uns alle stärker macht, das uns alle reüssieren lässt. Über eine längere Strecke.

Und weil der ExtraDienst diese Unabhängigkeit in den letzten Jahrzehnten erworben hat, nimmt man uns auch das ab, was am meisten für Gesprächsstoff sorgt: die Rankings. Die Schulnoten. Die Bewertung der Performance derer, die in der Branche das Sagen haben. Schon vor Jahren entwickelte Tibor Bárci eine Werbekampagne, die genau das traf, was die Werbe- und Kommunikationsbranche in Österreich bewegt: Das Sujet, über das die ganze Branche schmunzelte, war ganz einfach. Es zeigte eine Bibel, auf der die Hand eines Werbers lag. Und die Copy lautete: „Sprechen Sie mir bitte laut nach: Ich schwöre, dass ich den ExtraDienst nie gelesen habe.“ In einem anderen Sujet zeigten wir Toilette-Türgriffe, eindeutig als solche zu erkennen, und bezeichneten die Orte, an denen der Extra-Dienst niemals gelesen wird.

Irgendwie erging’s uns in der Vergangenheit so wie Österreichs meistverbreiteter Wochenzeitung, der Ganzen Woche. Als Kurt Falk sein Medium startete, hatte er eine Aufdecker-Story nach der anderen im Blatt. Unvergessen: Ein Bericht über das Luxusleben des Leopold Gratz, damals Wiener Bürgermeister. Ohne näher darauf eingehen zu wollen, weil Gratz schon lange tot ist, ging es darum, dass sich der Stadtvater eine unglaublich luxuriöse Daimler-Limousine angeschafft hatte.

Und es begab sich damals, dass unser Verleger, dessen Vater in einer kleinen Weinbau-Gemeinde in Niederösterreich tätig war, dort zu einem großen Heurigen der örtlichen Weinbauern geladen war. Die Bauern und ihre lieben Ehefrauen saßen am langen Tisch und genossen das Fest. Und also frug unser Verleger, ob ihnen denn die Wochenzeitung Die Ganze Woche gefalle. Und die Weinbäuerinnen reckten die Hände zum Himmel und beteuerten: „Das ist Revolverjournalismus. So etwas lesen wir natürlich nicht. So etwas würden wir uns niemals anschauen. Neinnein. Das müssten wir beim Kirchgang beichten, wenn wir Kurt Falks Aufdecker-Medium auch nur von der Ferne anschauen würden.“ Und es verging kaum eine halbe Stunde, und der Verleger machte sich erneut auf eine Runde um die Wirtshaustische. Und frug nach Poldi Gratz. Und die biederen Weinbäuerinnen in der tiefsten Provinz schafften es gemeinsam innerhalb von zwei Minuten, die ganze Geschichte, die exklusiv und nur in der Ganzen Woche abgedruckt war, aufs Jota genau wiederzugeben. Mit den Details, mit der Kristallkaraffe auf dem Rücksitz der Daimler-Limousine und mit allen sonstigen amourösen Garnituren, die diese Reportage barg.

Der ExtraDienst hat sich’s zum Vorbild genommen. Bei uns muss man nicht zugeben, dass man die Zeitschrift liest. Es genügt, wenn man es tut. Und wenn wir dann das Branchenthema Nummer eins sind.

Wie jüngst mit unserer Berichterstattung in Sachen Armin Wolf. Was nach dem EDitorial im ExtraDienst abging, konnte jeder hierzulande mitverfolgen. Titelseiten von Tageszeitungen, eine Diskussion in den sozialen Medien, die das Land spaltete, Auftritte von Polit-Proponenten von HC Strache bis zu ORF-Direktor Thomas Prantner, ein unendlich langes Warten des ORF-Generaldirektors, bevor der seinen attackierten Star-Moderator in Schutz nahm, und schlussendlich das längste Interview aller Zeiten in einem Fiedler-Interview auf der lachsfarbenen Online-Plattform, in dem der Generaldirektor langsam zurückruderte.

Dies ist die vorletzte Ausgabe ExtraDienst, die im Mucha Verlag erscheint. Doch heute arbeiten wir bereits intensiv daran, mit jenen Mitarbeitern, die in der Restart Verlag GmbH tätig sein werden, die ab dem ersten September 2017 an unserem jetzigen Betriebsstandort mit neuen Eigentümern, neuen Gesellschaftern und neuem Management starten wird (Christian W. Mucha wird seine Funktionen als Geschäftsführer und Gesellschafter zurücklegen und dem neuen Unternehmen nur mehr als Konsulent zur Verfügung stehen), schon heute zu planen, wie’s dort weitergehen soll. Und da wird es viele Neuerungen geben. Die Wichtigste hat ihren Ausfluss schon in diesem Heft: Die bewährten ExtraDienst-Rankings, die bis dato nur zu den Themen Kommunikator (Österreichs bester Medienmanager), Marketing (die 1100 wichtigsten Marketing- und Werbechefs Österreichs – erscheint traditionell im Mai und wird in der kommenden Ausgabe abgewickelt) und Spezialrankings wie dem PR-Agentur-Ranking und dem Eventagentur-Ranking erschienen, werden eine thematische Erweiterung erfahren. Mit dieser Ausgabe beginnt eine neue Ära: ExtraDienst wird – auch in seinen Heften, die im Herbst in der neuen Gesellschaft erscheinen – branchenweise Rankings präsentieren. Diesmal und erstmalig: das große Touristik-Ranking, das unsere Schwesterzeitschriften FaktuM und FM alljährlich abbilden. Die Werbe-, Medien- und Kommunikationsbranche bekommt damit wertvolle Anregungen für ihre Arbeit in Akquisa, Betreuung, Analyse und Kreation, wenn sie das Spiegelbild einer gesamten Branche in ihrer Branchenzeitung vorgehalten bekommt.

Im Herbst werden wir Rankings dann zu den Themen Automobilbranche, Handel, Dienstleistungsgewerbe, diverse Shopping-Kategorien und Markenartikelbranche veröffentlichen, wo unsere bewährten Fachjournalisten dann mit ausgesuchten Proponenten der Branchen das Who is Who der entsprechenden Segmente abbilden werden. Ein spannendes Thema. Aber auch ein kontroversieller Ansatz. Einer, der die Tradition von ExtraDienst nicht nur fortsetzt, sondern logisch erweitert.

Lesen Sie diesmal das Exzerpt aus FaktuM und FM über die Top-Touristiker 2016 in den Kategorien Reiseveranstalter, Airlines, Airports, Autovermieter und internationale Tourismusvertretungen.      

 

Und hier geht’s zu den Top 50!