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Der österreichischen Medien-Marktforschung weht gegenwärtig ein rauer Wind entgegen: Marktteilnehmer bezweifeln öffentlich die Genauigkeit der Media-Analyse, und um den Media Server als gemeinsamer Währung aller Medien-Gattungen ist es nicht gut bestellt.

 

Wenig Grund zur Freude bei den Zeitungsverlegern vermittelte die letzte Media-Analyse mit den Daten 2016/17. Die Netto-reichweite der österreichischen Tageszeitungen (65,5 Prozent) unterschritt erstmals die Zwei-Drittel-Marke. Außer dem Standard, der überraschend auf 6 Prozent zulegte, und den Regionalmedien Austria, die mit ihren vielen Gratistiteln nun auf 50,5 Prozent kommen, verzeichnet die MA nur Verlierer. Der Kurier und Österreich büßten signifikant an Reichweite ein. Relativ stabil hielten sich dagegen die Bundesländerzeitungen, ebenso die Kronen Zeitung als nach wie vor mit Abstand reichweitenstärkste Tageszeitung auf österreichischem Bundesgebiet.

Empfindlicher sind die Verluste bei den Magazinen ausgefallen. Die Verlagsgruppe News setzte ihren Negativtrend fort und verlor an allen Ecken und Enden: Das Flaggschiff News musste gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Leserschwund von 1,3 Prozent hinnehmen, die Schwester profil um 0,6 Prozent. Das Wirtschaftsmagazin trend verlor von 2,6 Prozent auf 1,3. Auch TV-Media, Woman, Lust aufs Leben und Gusto kamen in großteils signifikantem Ausmaß Leser abhanden. Nicht dass es Titeln aus anderen Verlagen besser ginge: Die zwei meistverbreiteten österreichischen Magazine, das kostenlose Weekend-Magazin und Die ganze Woche, verloren jeweils 0,8 Prozent. Auch Gewinn, Top Gewinn, Diva, Eltern, Miss und Wienerin wurden von der grassierenden Schwindsucht befallen. Einzig der Falter (minimaler Gewinn) und Madonna (Verlust von vernachlässigbarer Größe) präsentierten sich in robuster Verfassung.

 

Dissonante Begleitmusik

Spektakulärer als die Ergebnisse an sich, die ja nur einen seit Jahren feststellbaren Trend fortschreiben, war die Begleitmusik zu dieser Media-Analyse 2016/17.

 

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Autor: Martin Gastinger und Bruno Jaschke

Bildcredit: Minerva Studio / fotolia