Skip to content. | Skip to navigation

RA Prof. Dr. Georg Zanger

Zeit seiner Karriere verstand Peter Pilz es, die Medien geschickt für seine Agenden zu nutzen. Nun, wo ihm das Rauschen des Blätterwaldes entgegenbläst, bringt er sich mit seinen hilflosen Aktionen selbst zu Fall.

 

Seit nunmehr bereits mehr als 40 Jahren bin ich als Medienanwalt tätig. Im Laufe der Zeit habe ich viele Betroffene, aber auch eine Reihe von Medien in teils heftigen Auseinandersetzungen vor Gericht vertreten. In den meisten Fällen habe ich allerdings von der Androhung und Durchführung einer gerichtlichen Auseinandersetzung abgeraten. Damit habe ich sicherlich dazu beigetragen, viel weiteren Ärger der Betroffenen zu vermeiden. Man muss Medien und ihre Medienmacht ernst nehmen und vor allem darauf achten, niemals das Zepter der eigenen Medienpolitik zu verlieren und in den Sog der Medienpolitik, insbesondere der Boulevard-Medien, zu fallen.

Peter Pilz kennt die meisten Journalisten persönlich. Er versteht es, Medienpolitik zu machen. Er weiß, wann ein Journalist im Medienwettbewerb seine Information bringen muss. In der Regel spricht er druckreif. Was er verbreiten will, kommt im O-Ton an.

Umso mehr erstaunt es, wie stümperhaft Peter Pilz in eigener Sache mit den Medien umgeht. Er verhält sich genauso wie jene Personen, die er in Untersuchungsausschüssen und medial angeprangert hat. Bei Peter Pilz hätte ich mir erwartet, dass er auf der Medienklaviatur weit virtuoser spielen kann, und bin darüber erstaunt, wie er in eigener Sache alle Grundsätze des Umgangs mit Medien, die er so oft nach strategischen Plänen bewusst mit sukzessiven Informationen versorgt hat, über Bord geworfen hat.

 

Den vollständigen Kommentar lesen Sie in der aktuellen ED Print-Ausgabe!

 

Gastkommentar von RA Prof. Dr. Georg Zanger

Bildcredit: Archiv