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Dass Medien und Künstler für immer weniger Entgelt Content produzieren und Internet-Giganten wie Google, YouTube, Facebook & Co. damit große Kasse machen, hat – endlich – auch die EU aktiv werden lassen. Eine Richtlinie soll für faire Entlohnung der Produzierenden sorgen.

 

Theoretisch ist der Fall klar: Wenn Werke aus den Medien und den diversen kulturellen Disziplinen wie Film, Fotografie, Literatur oder Musik für kommerzielle Zwecke genutzt werden, muss dafür bezahlt werden. Die reale Situation sieht indes in den Worten des (u.a.) Geschäftsführers des Fachverbandes Film- und Musikwirtschaft Austria und Beirats des Fernsehfilmfonds Austria, Werner Müller, so aus: „Das Interessante ist, dass noch nie so viel gelesen wurde, noch nie so viel Content filmischer und musikalischer Art angesehen und angehört wurde, aber immer weniger in den Taschen derer landet, die ihn machen.“

Das Internet, der globale und (vermeintlich) grenzenlose Marktplatz, hat kreative und mediale Leistungen zu jederzeit verfügbarem Ramsch verkommen lassen.

Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbandes Österreichischer Zeitungen, interpretiert diese Entwicklung als „Mentalität der Gratiskultur“. Und sieht ihr potenziell fatale Folgen entwachsen: „Wenn niemand mehr bereit ist, für Content zu bezahlen, werden ganze Berufsgruppen wie Journalisten, Autoren, Musiker, Filmproduzenten und Schauspieler nicht mehr entlohnt werden können. Und dann wird es keine Medienunternehmen mehr geben, die Inhalte generieren – egal ob in Schrift, Ton oder Bewegtbild.“

Es gibt allerdings in diesem Spiel Akteure, die sehr gut mit seinem Verlauf leben können: Große digitale Konzerne wie Facebook, Google und seine Tochter YouTube, die journalistische (und künstlerische) Leistungen häppchenweise verteilen und sehr gutes Geld mit Werbung machen.

 

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Autor: Martin Gastinger und Bruno Jaschke

Bildcredit: alphaspirit / fotolia