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Initiator Max Schrems

„Facebook-Rebell“ Max Schrems hat eine NGO ins Leben gerufen. Die Organisation „noyb“ (kurz für: „none of your business“) versteht sich als europäische Anlaufstelle für Datenschutzfragen.

 

Im Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Sie ist für Österreichs bekanntesten Datenschutzkämpfer der Anlass, eine NGO aus der Taufe zu heben. Mit der Plattform „noyb“ möchte Max Schrems die Europäer über Datenschutz informieren und Verbraucher bei Klagen unterstützen. Finanziert wird die Plattform über Spendengelder. ExtraDienst hat Schrems zum Gespräch gebeten.

ExtraDienst: Herr Schrems, Sie sind durch Ihre Prozesse gegen Facebook einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden. Nun haben Sie mit noyb ein neues Projekt gestartet. Was sind Ihre Ziele mit der Plattform?

Max Schrems: Prinzipiell haben wir in Europa das Problem, dass es zwar strenge Datenschutzregeln gibt, diese aber kaum durchgesetzt werden. An dieser Stelle setzen wir mit noyb an. Hunderte Personen reichen in Europa Beschwerden ein, weil mit ihren Daten nicht sorgfältig genug umgegangen wird, aber die sind normalerweise chancenlos. noyb soll als Verstärker dieser Anliegen fungieren.

ED: Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung tritt im Mai in Kraft. Wie spielte sie in die Überlegungen mit hinein?

Schrems: Inhaltlich unterscheiden sich die neue und die alte DSGVO kaum. Erlaubt sind noch immer mehr oder weniger die gleichen Dinge. Der große Unterschied ist der Strafrahmen: In der neuen DSGVO sind Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes vorgesehen. Bisher war es eher so, dass sich die EU als großer Datenschützer gebärdete, aber in Wirklichkeit nichts passiert ist, wenn man sich nicht daran gehalten hat. Auf der Durchsetzungsebene wurde nun ein großer Sprung nach vorne gemacht. Das ist auch der Grund, weshalb wir noyb zeitgleich mit der neuen DSGVO starten wollen.

 

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen ED Print-Ausgabe!

 

Autor: Rainer Kienböck

Bildcredit: Manfred Werner