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Cybercrime steigt in Österreich rasant

 

Das Bundeskriminalamt präsentiert den Bericht für 2017

 

Seit 2014 werden vom Cybercrime Competence Center (C4) des Bundeskriminalamtes (BK) kontinuierliche Anstiege im Bereich Cybercrime verzeichnet. 2017 wurden der Polizei 16.804 Anzeigen gemeldet. Dies entspricht einer Zunahme von 28,2 Prozentpunkten. Die Zahl der Tatbestände von Cybercrime im engeren Sinne ist österreichweit von 2.630 im Jahr 2016 auf 3.546 im Jahr 2017 angestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 34,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Unter Cybercrime im engeren Sinne versteht man jene Straftaten, bei denen Angriffe auf Daten oder Computersysteme unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik begangen werden. Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Anzeigen verzeichnete 2017 die Datenbeschädigung (§ 126a Strafgesetzbuch (StGB) mit 1.184 angezeigten Fällen (80,5 Prozent), die Datenfälschung (§ 225a StGB) mit 231 angezeigten Fällen (66,2 Prozent) und der betrügerische Datenverarbeitungsmissbrauch (§ 148a StGB) mit 1.055 angezeigten Fällen (29,3 Prozent).

 

Die Aufklärungsquote konnte um 10,2 Prozentpunkte von 18 auf 28,2 Prozent gesteigert werden. Dies ist unter anderem auf die Maßnahmen im C4 zurückzuführen, das kontinuierlich zu einer modernen High-Tech-Crime-Unit entwickelt wird. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir im Bereich Cybercrime vor großen Herausforderungen stehen. Im Kampf gegen diese Kriminalitätsform sind moderneste Technik und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtige Eckpfeiler. Diese Komponenten sind im Cybercrime Competence Center vereint. Die Steigerung der Aufklärungsquote ist ein wichtiger Schritt und zeigt, dass im C4 professionelle Arbeit geleistet wird“, sagte Innenminister Herbert Kickl.

Bildcredit: pixabay