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CTS Eventim erholt sich langsam

Der Mutterkonzern von oeticket schreibt wieder schwarze Zahlen - und expandiert.
©unsplash

Seit Beginn der Pandemie wurden unzählige Veranstaltungen verschoben oder abgesagt, die Event-Branche leidet.

Für den deutschen Tickethändler und Event-Veranstalter CTS Eventim, zu dem auch der österreichische Ableger oeticket gehört, geht es langsam wieder bergauf. Im vergangenen dritten Quartal stiegen die Umsätze an, so betrugen sie von Juli bis September 114,7 Millionen Euro. Das ist fast das vierfache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine Prognose für das aktuelle Quartal gibt es allerdings nicht: Da die Infektionszahlen in Deutschland und Österreich rasant steigen, droht zahlreichen Veranstaltungen eine Verschiebung oder gar Absage.

Nicht nur beim Ticketverkauf, sondern auch im Bereich Live Entertainment schreibt der internationale Konzern wieder schwarze Zahlen. Die Zahl der stattfindenden Events liegt aber nach wie vor deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Deswegen geht CTS Eventim auch bereits erste Schritte in Richtung Expansion und stieg Ende September in die nordamerikanische Ticket-Branche ein. Man plant damit, eine erfolgreiche Alternative zu den aktuellen Marktführern in den USA und Kanada zu etablieren. Zusätzlich kaufte der Konzern vor kurzem einen großen Teil des Soft- und Hardware-Hersteller Simply-X. Ziel dessen ist unter anderem eine Optimierung der Einlasskontrollen.

Operativ im Plus

Auch das bereinigte, operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt mit 26 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr. 2020 musste CTS nämlich mit einem Verlust von 15 Mio. Euro kämpfen. Von den Zahlen von 2019 scheint man aber noch weit entfernt. Unterm Strich blieb nun – wie auch schon im Quartal davor – ein relativ kleiner Gewinn von rund 4,5 Millionen Euro.

Da das erste Quartal 2020 noch kaum von der Pandemie beeinflusst wurde, lassen sich die Neunmonats-Ergebnisse schlecht miteinander vergleichen. Dennoch profitierte Eventim seit Beginn der Pandemie und besonders in diesem Jahr von beträchtlicher staatlicher Unterstützung der deutschen Regierung. Nach Expertenmeinung dürfte das Jahresergebnis 2021 auch dementsprechend besser aussehen als im letzten Jahr.

APA/Red.

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