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Cross-Border-Journalismus bringt Diversität

Studien des Weizenbaum-Instituts zeigen Maßnahmen vieler Medien wegen Ressourcenknappheit.
© Pixabay

Bei den Studien wurden die Kollaborationen zwischen Journalisten und Medien genauer beleuchtet.

Niedrigschwellig organisierte und flexible, länderübergreifende Journalisten-Netzwerke sollen die Vielfalt der Perspektiven fördern und zur Verbreitung von kollaborativen Arbeitspraktiken beitragen. Zu dieser Erkenntnis kommen zwei neue Studien des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft.

Bessere Qualität, breiteres Publikum

Für 80 Prozent der Befragten war die Verbesserung der Qualität der journalistischen Arbeit ein wichtiger Beweggrund, um an länderübergreifenden Kollaborationen mitzuwirken. „Das spiegelt auch die allgemeine Stimmung unter den Journalisten wider. Viele von ihnen sind unzufrieden mit der Ressourcenknappheit in den Redaktionen und den damit verbunden Auswirkungen auf die Qualität des Journalismus“, so Weizenbaum-Forscherin Annett Heft. Mehr als die Hälfte gab an, länderübergreifend zu arbeiten, um den Einfluss ihrer journalistischen Arbeit zu verstärken und ein breiteres Publikum zu erreichen.

Die größten Vorteile in der länderübergreifenden Zusammenarbeit sehen die Befragten in der gegenseitigen Unterstützung und der Vielfalt der Perspektiven. Als weitere Vorteile werden die gemeinsame Nutzung von Ressourcen sowie die Steigerung der Qualität der journalistischen Arbeit genannt. Als größte Herausforderung sehen die Befragten die länderübergreifende Team-Arbeit, allem voran das Fehlen persönlicher Treffen und die Teilnahme an langen Videokonferenzen. „Bottom-up-Kollaborationen reichen vom kleinen zwischenmenschlichen Austausch bis zur Zusammenarbeit in formalisierten Projekten. Ungeachtet des Institutionalisierungsgrads fördern Kollaborationen ‚von unten‘ ein Netzwerk aus aufgeschlossenen und multikulturellen Journalisten“, sagt Heft.

 

PA/red

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