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Concordia-Preise für Lendvai, Thür und Zöchling

Am 26. April findet die Verleihung in der Wiener Hofburg statt
©unsplash

Der Presseclub Concordia vergibt seit 1997 Preise für hervorragende publizistische Leistungen für Menschenrechte, Demokratie und insbesondere für Presse- und Informationsfreiheit

Wie der Presseclub Concordia am heutigen Mittwoch mitteilte, gehen die Concordia-Preise für außerordentliche publizistische Leistungen in diesem Jahr an „profil“-Redakteurin Christa Zöchling (Kategorie Menschenrechte) und ORF-Journalist Martin Thür (Kategorie Pressefreiheit). Publizist und Osteuropa-Experte Paul Lendvai wird mit dem Preis für das Lebenswerk geehrt. Die Verleihung findet am 26. April in der Hofburg statt.

Zöchling erhält den mit 4.000 Euro dotierten Menschenrechte-Preis für ihre Reportage „Der Hölle entrissen“. Die Journalistin, die im Laufe ihrer Karriere etwa mit dem Wiener Journalistinnenpreis oder dem Ferdinand-Berger-Preis ausgezeichnet wurde, beschreibt darin die Flucht einer Richterin und ihrer Familie vor den Taliban. Die gebürtige Grazerin Zöchling beschäftigt sich schwerpunktmäßig auch mit der österreichischen Innenpolitik und Rechtspopulismus.

Thür, der viele Jahre für den Privatsender ATV arbeitete, bevor er im Herbst 2018 zum Team der „Zeit im Bild“ beim ORF stieß, wird der mit 5.000 Euro dotierte Preis für Pressefreiheit für seine Recherchen und Transparenz-Klagen zu Gehaltsfortzahlungen von Abgeordneten und zu Corona-Hilfen zugesprochen. „Die daraus folgenden höchstgerichtlichen Entscheidungen schreiben das Recht von Journalist:innen auf Informationsfreiheit fest“, betonte der Presseclub Concordia in der Aussendung. Auch Thür wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Fernsehpreis Romy oder dem Journalistenpreis Integration.

Lendvai ist aus der heimischen Medienlandschaft kaum wegzudenken, wenn es um fundierte politische Einschätzungen zum ost- und südeuropäischen Raum geht. Der Concordia-Lebenswerk-Preisträger, der am 24. August 1929 in Budapest geboren wurde, ist seit vielen Jahren als politischer Kommentator für Medien wie „Der Standard“ tätig und war Mitte der 1980er-Jahre Leiter der Osteuropa-Redaktion des ORF. Im öffentlich-rechtlichen Sender ist er aktuell auch als Gastgeber des „Europastudios“ zu erleben. Zudem hat Lendvai zahlreiche Bücher veröffentlicht und wurde unter anderem mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik und dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

APA/Red.

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