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Citroën setzte auf Werbe-Schmäh

Anlässlich des 100jährigen Bestehens wurde Unbenennung in „Zitrön“ in Deutschland angekündigt.
© pixabay

Citroën ist bekanntlich der Erfinder des Kultautos 2CV, das auch Ente genannt wird. Und genau so eine „Zeitungsente“ hat der Autobauer am Montag in die Welt gesetzt. In einem Onlinevideo verkündet Deutschland-Chef Wolfgang Schlimme: „Citroën wird dieses Jahr 100 Jahre alt – 100 Jahre, in denen sich die Menschen in Deutschland daran versuchen, unseren Namen richtig auszusprechen.“ Nun werde sich das ändern: „Aus Citroën in Deutschland wird Zitrön“.

Passend dazu ersetzte Citroën auf seiner deutschen Internetseite das Logo durch den neuen, eingedeutschten Schriftzug und ergänzte seinen Werbeslogan um den Zusatz „inspired by Germans“. Auf der Austro-Internetseite des französischen Konzerns wurde Citroën nicht zu Zitrön.

In dem Video regt sich ein deutscher Vertragshändler aber auf, dass er nun auf Ansteckern, Visitenkarten und Werbeprospekten das Logo austauschen müsse. Auch die extra für die Tastaturen aus Frankreich angeschafften „ë“-Zeichen könne er nun wegwerfen.

Doch die Umbenennung habt auch gute Seiten: Plötzlich verkauft der Händler in dem als Doku deklarierten Werbevideo viel mehr Autos – und erklärt es sich damit, dass sich die Kunden nun nicht mehr schämten, weil sie den Namen ihres Autos nicht richtig aussprechen können.

Im Netz wurde die Idee begeistert aufgenommen: Auf Twitter schlugen einige Nutzer vor, auch die Schwestermarke Peugeot einzudeutschen und künftig „Pöscho“ zu nennen. Weitere Vorschläge sind „Röno“ für Renault und „Schkoda“ für Skoda.

APA/AFP/red

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