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Bolsonaro liefert sich körperliche Auseinandersetzung mit Youtuber

Brasiliens Präsident von Kritiker provoziert
© Unsplash

Im Oktober stehen in Brasilien Präsidentschaftswahlen an. Der amtierende Bolsonaro liegt laut eines Meinungsforschungsinstituts hinter seinem Konkurrenten

Der ultrarechte brasilianische Präsident, Jair Bolsonaro, macht einmal mehr negative Schlagzeilen. Diesmal belastet ihn ein Video, dass ihn bei einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem YouTuber zeigt, der ihn zuvor provoziert und beleidigt hatte.

Aktion – Reaktion?

Das am Donnerstag vom brasilianischen Nachrichtenportal „G1“ veröffentlichte Filmmaterial zeigt, wie der sich im Wahlkampf befindende Bolsonaro zunächst vor der Präsidentenresidenz in der Hauptstadt Brasiliens Selfies mit Anhängern machte. Daraufhin begann der von „G1“ als Wilker Leao identifizierte YouTuber, dem Präsidenten kritische Fragen zu stellen und sich dabei –  ganz in Influencer- Manier – selbst zu filmen. Im weiteren Verlauf wird Leao von einer nicht zu sehenden Person auf den Boden geworfen, woraufhin der YouTuber den Präsidenten eine Reihe von Schimpfwörtern wie „Feigling“ und „Penner“ zurief.

Der bereits in seinen Wagen eingestiegene Bolsonaro scheint sich davon provoziert gefühlt zu haben, stieg wieder aus und lief mit den Worten „komm her, ich will mit dir reden“ auf Leao zu. Dabei versuchte er nach dessen Handy zu greifen, packte ihn am Hemd und dann mit beiden Händen am Arm. Sicherheitsleute gingen rasch dazwischen und führten Leao weg. Minuten später führten die Widersacher dann – getrennt von Bodyguards – ein kurzes Gespräch.

Präsidentschaftswahlkampf

Am Donnerstag begann offiziell der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im Oktober, bei der Bolsonaro dem Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva gegenübersteht. Umfragen sehen den linken Ex-Präsidenten Lula klar vor dem Amtsinhaber.

Das Meinungsforschungsinstitut Datafolha kommt in einer neuen Umfrage zu dem Ergebnis, dass der 76-Jährige Lula mit 47 Prozent vor dem 67-jährigen Bolsonaro (32 Prozent) liegt. Der rechtsradikale Präsident konnte im Vergleich zum Vormonat aber den Rückstand auf seinen Herausforderer um drei Punkte verkürzen. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang am 2. Oktober mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, kommt es am 30. Oktober zur Stichwahl.

 

APA/ Red.

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