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Online-Bewertungen sind oft verfälscht

 

Gekaufte Rezensionen bei Online-Händlern

 

Positive Bewertungen von Nutzern etwa beim Versandhändler Amazon oder bei Google sind teilweise gekauft und gefälscht. Marketingunternehmen wie Fivestar und Goldstar werben offen damit, gegen Bezahlung eine Bewertung durch eine Benutzer-Community zu vermitteln, die nach eigener Aussage authentisch und unabhängig sein soll. Das trifft jedoch längst nicht auf alle solche Bewertungen zu, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel, nach einer gemeinsamen Recherche mit Spiegel TV herausgefunden hat.

 

Laut Spiegel enthalten Aufträge auf solchen Portalen oft eindeutige Hinweise darauf, dass sich der Kunde eine positive Rezension wünscht. Die Marketing-Portale bezeichneten dies als "Vorschläge" und betonten, man nehme auf die Ausrichtung einer Bewertung keinen Einfluss. Verfasser einer Bewertung erhalten demnach zwischen zwei und fünf Euro für ihre Arbeit. Grundsätzlich geht etwa Amazon gegen gekaufte Bewertungen vor. Allerdings räumt sich der Konzern für seinen eigenen Produkttester-Club Ausnahmen ein. Obwohl die Problematik gekaufter Kundenrezensionen seit Jahren bekannt ist, gelten Produktrezensionen jedoch nach wie vor für die Mehrzahl der Online-Käufer als wichtigste Entscheidungsgrundlage

Bildcredit: pixabay