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Bertelsmann schluckt Penguin Random House

Der Medienkonzern übernimmt die restlichen 25 Prozent der Verlagsgruppe.
© Bertelsmann

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann

Bertelsmann schluckt den Verlag Penguin Random House komplett. Der deutsche Medienkonzern übernimmt um 675 Mio. Dollar (ca. 605 Mio. Euro) die restlichen 25 Prozent an der weltgrößten Publikumsverlagsgruppe vom britischen Mitgesellschafter Pearson, wie die Deutschen am Mittwoch (18.12.) mitteilten. Mit dem Abschluss des Deals sei ab dem zweiten Quartal nächsten Jahres zu rechnen.

„Das Buchgeschäft gehört zur Identität von Bertelsmann“, betonte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates von Penguin Random House ist. „Wir werden Penguin Random House in den nächsten Jahren weiter ausbauen, durch organisches Wachstum und Akquisitionen.“ Die Transaktion sei auch für die Eigner attraktiv – „da sich der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis um mehr als 70 Millionen Euro jährlich erhöhen wird.“

Bertelsmann und Pearson hatten ihre Buchverlagsgeschäfte Random House und Penguin Group 2013 zusammengelegt. Am Gemeinschaftsunternehmen hielt Bertelsmann zunächst 53 und Pearson 47 Prozent. 2017 stockte Bertelsmann seinen Anteil auf 75 Prozent auf. Penguin Random House umfasst derzeit rund 275 Einzelverlage, weitere 47 Buchverlage gehören zur Verlagsgruppe Random House mit Sitz in München. Insgesamt erwirtschaftete die Bertelsmann-Sparte 2018 rund 3,4 Milliarden Umsatz und 528 Mio. Euro operativen Gewinn. Die Pearson-Aktie lag am Vormittag 3 Prozent im Plus. Pearson-Chef John Fallon kündigte seinen Rücktritt für 2020 an.

Rabe begründete die vollständige Übernahme auch mit dem stabilen bis wachsenden Buchverlagsgeschäft. Es profitiere von der wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Alphabetisierung. Zudem entwickle sich der Absatz mit Kinder- und Jugendbüchern positiv. Das größte Potenzial für organisches Wachstum und Zukäufe sieht Rabe in den USA, dem wichtigsten Buchmarkt, sowie im spanischsprachigen Raum und in Brasilien. „Wir sehen aber auch Wachstumsmöglichkeiten in China und in Indien.“

APA/red

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